Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Hanau

Steinerner Rastplatz am Main geplant

  • Detlef Sundermann
    vonDetlef Sundermann
    schließen

Eine Sitztribüne am Großauheimer Ufer soll eine weitere Station auf der Regionalparkroute am Main werden. Die Kosten von 135.000 Euro tragen die Stadt Hanau und die Regionalpark GmbH.

Hanau will den Main mehr als Erlebnis- und Verweilort erschließen - genauer gesagt 23 Meter auf Großauheimer Uferseite. Der tribünenartige sogenannte Erlebnispunkt trägt den Titel „Sitzen am Fluss“ und soll eine weitere Station auf der Regionalparkroute darstellen - für gesellige Treffen oder um einfach in der Abendsonne den Schiffen nachzuschauen. Großflächige Steinquader sollen den Spaziergänger zum Pausieren einladen. Das Projekt wird finanziert von der Stadt und der Regionalpark GmbH, der Hanau seit 2002 angehört. Es ist das neunte gemeinsame Objekt. Ob der Kosten könnte „Sitzen am Fluss“ bundesweit bekannt werden - durch den Steuerzahlerbund. Die Stadtverordneten müssen darüber aber am 14. Dezember noch abstimmen.

In drei Reihen sollen auf dem flachen Uferhang ortsnahe zwischen Haggasse und der Straße Hainal bogenförmig Muschelkalkblöcke platziert werden. Die vordere Reihe Quader, so genannte Pegelblöcke, werden wie Klippen aus dem Wasser ragen, heißt es in der Baubeschreibung. Die Steinblöcke bieten mit bis zu zweieinhalb mal zwei Metern Fläche ausreichend Platz auch für kleine Picknick-Gruppen. Zwischen den steinernen Sitzgelegenheiten soll das Grün bleiben, zusätzlich werden für eine flusstypische Landschaft Strauchweiden und Schilf gepflanzt. Das Konzept ist von der Frankfurter Planergruppe ASL entworfen worden.

Bei den Kosten steht das Limit bei 135 000 Euro. Der Anteil der Stadt Hanau beträgt 75 000 Euro, die Regionalpark GmbH ist mit 60 000 Euro dabei, unter Beteiligung des Landes und der Fraport AG mit je einem Drittel. Wegen des Preises könnte auch diesmal der Bund der Steuerzahler aufhorchen. Es wäre nicht der erste Eintrag in das „Schwarzbuch“, den Hanau in Sachen Regionalroute bekäme. In diesem Jahr fiel die Stadt wegen der 100 000 Euro teuren, aus Cortenstahl gefertigten Sitzgelegenheit „Hafenbalkon“ auf. Schon 2009 gab es wegen zweier Mäuerchen am Staatspark Wilhelmsbad einen Eintrag ins „Schwarzbuch“. Beim „Waldportal“ ging es um einem weitaus kleineren Betrag.

„Es geht um mehr als um eine Sitzbank“, sagt Stadtrat Thomas Morlock (FDP) zum „Hafenbalkon“ auf Anfrage. Wie bei anderen Projekten der Regionalroute habe auch dieses den Nutzen eines „besitzbaren Kunstobjektes“ im öffentlichen Raum. Durch die Regionalparkroute mit ihren Objekten solle eine Identität der Rhein-Main-Region als Natur-und Kulturlandschaft geschaffen werden, so Morlock. Über Kunst im öffentlichen Raum lasse sich streiten, besonders wenn man wie der Steuerzahlerbund „in Kategorien von Zahlen und Kosten denkt“.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare