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Hanau

Zukunft für den Wasserstoff

  • Detlef Sundermann
    vonDetlef Sundermann
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In Hanau wurde das Projekt mit Brennstoffzellenautos beendet. Doch die Initiative „H2anau“ soll fortgesetzt werden.

Das Projekt mit Brennstoffzellenautos ist beendet, die Initiative „H2anau“ soll jedoch zur Entwicklung von Wasserstofftechnologien fortgesetzt werden, das teilt die Evonik in Hanau mit. Die beteiligten Firmen würden ihre H2- und Brennstoffzellenexpertise bündeln und gemeinsam auf die große Bühne heben, heißt es. An H2anau nahmen neben Evonik, Heraeus, Umicore, Fraunhofer-Institut für Silicatforschung, die Stadtwerke Hanau und die IHK teil.

Bei dem Feldversuch wurden sieben Renault Kangoos mit einer Brennstoffzelle ausgestattet, deren elektrische Leistung einen Akku auflädt. Die Industrieprojektpartner nutzten die Lieferwagen, um Erkenntnisse über die Alltagstauglichkeit zu erhalten. Die Autos, aus deren Auspuff nur ein Wasserdampfwölkchen entweicht, sollen sich auf ihrer Gesamtlaufleistung von 120 000 Kilometern wacker geschlagen haben. Lediglich bei kühler Witterung habe die Reichweite unter 350 Kilometern gelegen, weil die Zelle dann mehr H2 aus der mit 350 Bar gefüllten Gasflasche benötigt habe, berichtet Evonik. Die Kangoos werden weitergefahren.

„Generell macht ein Brennstoffzellenfahrzeug dann Sinn, wenn der Nutzer große Reichweiten, große Lasten und kurze Betankungszeiten braucht“, so ein Fazit. Schwere Brennstoffzellenfahrzeuge probiert derzeit etwa die Wiesbadener ESWE-Verkehr aus. Seit vergangenem Jahr hat die ESWE zwei Brennstoffzellenbusse im Fahrzeugpool, jedoch gemietet.

Neben dem noch sehr dünnen Netz öffentlicher H2-Tankstellen spielen die Kosten noch eine entscheidende Rolle bei der Verbreitung. Das Kilogramm Wasserstoff kostet etwa 9,50 Euro und reicht im Auto für 100 Kilometer. Die Projekt-Kangoos sollen mit je 60 000 Euro zu Buche geschlagen haben. Die Hälfte des Preises machte die Brennstoffzelle aus. Laut Evonik hat sich der eingebaute günstigere Fünf-Kilowatt-Stunden-Energiewandler im Betrieb als zu klein erwiesen. Der Feldversuch wäre ohne die Zwei- drittelfinanzierung aus dem EU-Fonds zur regionalen Entwicklung und dem Drittel vom Land Hessen wahrscheinlich nicht zustande gekommen, so Evonik.

Jens Deutschendorf (Grüne), Staatssekretär im Energieministerium, betont zum Projektende, dass Wasserstoff ein „Schlüsselelement der Energie- und Verkehrswende“ sei. Mit Wind- oder Solarstrom erzeugter Wasserstoff mache grüne Energie speicherbar. Daher sollten Strukturen zur Erzeugung und Nutzung von H2 auf lokaler und regionaler Ebene entstehen.

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