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Die Kunststoffbahn macht es möglich: Schlittschuhlaufen bei plus 24 Grad auf dem Freiheitsplatz.
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Die Kunststoffbahn macht es möglich: Schlittschuhlaufen bei plus 24 Grad auf dem Freiheitsplatz.

Hanau

Hanau: Stadt testet Kunststoff-Eisbahn

  • Detlef Sundermann
    VonDetlef Sundermann
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Pirouetten auf weißen Platten statt auf Kunsteis – eine Kunststoff-Eisbahn auf dem Freiheitsplatz soll die Leute wieder in die Stadt locken

Um es vorweg zu sagen: Das Eis in der Waffeltüte oder im Becher war den meisten Flanierenden am Samstag auf dem Freiheitsplatz lieber als rutschiger, vermeintlich gefrorener Boden unter den Füßen. Ein paar Kinder konnten es dennoch nicht abwarten, zu den ersten zu gehören, die mit Schlittschuhen auf der Eisbahn fahren. Die heißt jedoch nur noch so, denn der Belag besteht aus weißen Kunststoffpaneelen.

Die Eisarena habe zwei Funktionen, sagte Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) bei der Eröffnung. Zum einen soll sie ein Angebot für Kinder und Jugendliche sein, sie seien von den Pandemie-Lockdowns besonders hart betroffen gewesen. Zum anderen soll die Bahn zu mehr Kundenfrequenz beitragen.

Nach Ende des jüngsten Lockdowns im April habe die Hanauer Marketinggesellschaft (HMG) schon mit mehreren Aktionen an den Wochenenden versucht, die Innenstadt mit Konsument:innen zu füllen, sagte Daniel Freimuth, Operative Leitung bei der HMG, auf Anfrage der FR. „Mittlerweile ist ein gutes Niveau erreicht, aber es befindet sich bei Weitem nicht auf Höhe wie vor 2020.“ Alleine die Beschickerinnen und Beschicker des Wochenmarktes hätten durchgängig von der Pandemie profitiert: Unter freiem Himmel und in den breiten Gassen hätten sich die Menschen beim Einkauf sicherer vor Ansteckung gefühlt. Überdies hätten sich wohl in der Corona-Krise einige Haushalte auf eine bewusstere, regionale Ernährung umgestellt.

Das Einkaufszentrum Forum am Freiheitsplatz kann die Situation mit Zahlen beschreiben. „2019 zählten wir mehr als acht Millionen Besucher, im Pandemiejahr 2020 waren es zwei Millionen weniger. Von Januar bis August in diesem Jahr waren es 3,5 Millionen. Das ist eine sehr gute Entwicklung“, sagt Forum-Geschäftsführerin Diana Schreiber-Kleinhenz. Der Umsatz steige entsprechend der Besucherzahl. Dass die Gastronomie wieder voll öffnen kann, habe sich zudem positiv ausgewirkt.

Laut Schreiber-Kleinhenz läuft das Forum stabil mit einer Mieterquote von 96 Prozent. Zwei neue Mieter hätten dieser Tage ihren Laden eröffnet. Im Winter komme ein Sportmodenanbieter hinzu.

Trotz vielversprechender Aussichten will die HMG die Entwicklung bis zum Jahresende nicht dem Zufall überlassen. „Die Grimmscheck-Aktion aus 2020 war ein Riesenerfolg und soll im Oktober wiederholt werden“, sagt Freimuth. Kund:innen sammeln die Kassenbelege von teilnehmenden Geschäften und erhalten ab einem Mindesteinkaufswert Grimmschecks. 2020 wurden laut Stadt Gutscheine in Summe von 500 000 Euro ausgegeben, dem ein Umsatz von drei Millionen Euro vorausgegangen sei.

Den Herbst durch soll weiterhin Live-Musik vor Läden zu hören sein, so die HMG. Im Oktober gibt es laut Freimuth ein zweites Aktionswochende mit Autoschau und Märkten. Und im Dezember sollen sich die Besucherinnen und Besucher der Innenstadt auf einen Weihnachtsmarkt freuen können. Am Konzept werde noch gearbeitet, heißt es.

Wenn der Belag bei den Kufenläuferinnen und Eisstockschützen ankommt, soll überlegt werden, ob die Kunststoff-Eisbahn gekauft wird. Das wäre laut Freimuth günstiger als drei Mal mieten. Findet die neue Arena hingegen wenig Gegenliebe, dann war es das mit Schlittschuhlaufen in der Innenstadt. Ob der hohen Kosten für den Hauptsponsor Stadtwerke Hanau und des enormen Stromverbrauchs der Kühlaggregate sei eine „echte Kunsteisbahn in Zeiten des Klimawandels nicht mehr vertretbar“, sagte Geschäftsführerin Martina Butz.

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