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Hanau

Hanau: Pläne für die Ansiedlung von Rechenzentren

  • Helen Schindler
    VonHelen Schindler
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Der Magistrat hat ein Strategiekonzept vorgelegt, in dem potentielle Standorte benannt werden.

Der Magistrat der Stadt Hanau hat einem städtebaulichen Ansiedlungskonzept für Rechenzentren im Stadtgebiet zugestimmt. Am 8. November wird die Stadtverordnetenversammlung über die Vorlage entscheiden.

Der Beschluss sei ein wichtiger Baustein der Strategie, den Wirtschaftsstandort langfristig robust aufzustellen, sagte Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD). Die städtebauliche Planung sei künftig bei der Aufstellung von Bebauungsplänen zu berücksichtigen. Darüber hinaus sollen jedoch keine weiteren Ansiedlungen von Rechenzentren im Stadtgebiet erfolgen, da zum einen deren Stromversorgung die vorhandenen Netzanschlusskapazitäten übersteige und zum anderen bereits geplante gewerbliche Nutzungen den Vorrang hätten.

Als Standorte kommen demnach die Großauheim-Kaserne, das ehemalige Bunkerareal im Technologiepark Wolfgang sowie eine Teilfläche auf dem Goodyear-Dunlop-Areal im Südosten der Stadt infrage.

Altstandorte nutzen

Das ehemalige Telekom-Areal im Stadtteil Nordwest sowie das ehemalige Schwab Areal im Kinzigheimer Weg seien aus städtebaulichen Gesichtspunkten einer näheren Prüfung zugänglich, jedoch aufgrund nicht vorhandener Anschlussleistung für die Stromversorgung ohne weiterreichende Investitionen voraussichtlich nicht realisierbar. Nicht geeignet sind der Industriepark/Fraunhofer Science Park in Wolfgang, der ehemalige ABB-Standort und die Underwood-Kaserne in Großauheim.

Durch die Ansiedlung von Rechenzentren könnten Altstandorte einer Verwertung zugeführt werden, die ansonsten eventuell dauerhaft brachliegen würden, weil die Aufbereitung nicht finanzierbar wäre, hob Oberbürgermeister Kaminsky die Chancen für Hanau hervor. Des Weiteren erzeuge die Nutzung keine nennenswerte Verkehrsbelastung und es erhöhe sich die Chance von weiteren Unternehmensansiedlungen aus der IT-Branche sowie für weiteres Auftragsvolumen für lokale Dienstleistungsanbieter.

Viele Herausforderungen

Auf der anderen Seite betonte Kaminsky auch die zahlreichen Herausforderungen: Die Zahl der Arbeitsplätze sei im Verhältnis zur Flächeninanspruchnahme relativ gering. Der Preisdruck auf den Gewerbeflächenmarkt könne zur Verdrängung von klassischen Gewerbebetrieben führen. Und der hohe Stromverbrauch der Rechenzentren stelle einen Zielkonflikt zu dem Ziel der Klimaneutralität bis 2040 dar. hsr

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