Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Hanau

Hanau: Neustädter Rathaus soll bis Mitte 2022 saniert sein

Die Kosten für die Erneuerung des Hanauer Wahrzeichens steigen auf 10,5 Millionen Euro.

Es gehört zu den Wahrzeichen der Stadt und zu den wenigen Bauwerken, die vom alten Hanau künden, kann aber seit etwa neun Jahren so gut wie gar nicht mehr genutzt werden: das Neustädter Rathaus am Marktplatz. Ein großer Sanierungsstau mit gravierenden Mängeln bei Brandschutz, Haustechnik und Barrierefreiheit haben zur Schließung und zum Umzug des Stadtparlaments in den Congress-Park geführt. Seit drei Jahren läuft die Erneuerung und soll – so der aktuelle Stand – im Frühjahr 2022 fertig sein. Laut Baudezernent Axel Weiss-Thiel (SPD) finden die ersten Veranstaltungen im sanierten Rathaus „Mitte nächsten Jahres“ statt. Ursprünglich sollten die Arbeiten zwei Jahre früher abgeschlossen sein, dann wurde 2021 als Ziel ausgegeben.

Auch die Kosten sind noch einmal gestiegen, von zuletzt 9,2 Millionen Euro auf 10,5 Millionen Euro. Am Anfang war von etwa 5,8 Millionen Euro die Rede.

Kritik weisen Bürgermeister Weiss-Thiel und der für das Projekt zuständige Eigenbetrieb Hanau Immobilien- und Baumanagement (IBM) entschieden zurück: Die Verzögerungen und Mehrkosten hätten sich nicht vorhersehen lassen; die Verantwortlichen seien während der Sanierung auf mehrere negative Überraschungen gestoßen. So habe sich zum Beispiel herausgestellt, dass die Decken nicht den statischen und brandschutztechnischen Anforderungen genügen und mit viel Aufwand erneuert werden müssen. Der Aufzug koste ebenfalls mehr. Erschwerend seien die aus der Corona-Pandemie resultierenden Probleme bei der Vergabe von Gewerken und beim Kauf von Baumaterial hinzugekommen. Die jüngste Kostensteigerung um etwa 1,3 Millionen Euro solle durch Zuschüsse aus den Bereichen Städtebauförderung und Denkmalschutz aufgefangen werden, die allerdings ohnehin überwiesen worden wären.

Zu den schon umgesetzten Neuerungen zählen die großen weißen Sprossenfenster, danach kümmerten sich die Handwerker:innen etwa um Lüftungs-, Heizungs-, Elektroinstallation und die Haustechnik. Derzeit wird an der Außenfassade gearbeitet. Zu den besonderen Details wird später ein Relikt aus der Bauzeit um 1770 zählen, eine historische Sandsteintreppe, die beim Gang ins Untergeschoss, wo sich die Sanitärräume befinden, betrachtet werden kann.

Das Erdgeschoss des nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebauten Hauses soll künftig multifunktional, etwa für Veranstaltungen und Ausstellungen, genutzt werden. Die oberen Geschosse sind vor allem für die städtischen Gremien sowie die Fraktionen vorgesehen. Hier wird sich auch der neue, wandvertäfelte Sitzungssaal der Stadtverordneten befinden. gha

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare