Hanau

Hanau: Ruf nach mehr Schulen

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Die CDU-Fraktion in Hanau wirft dem Schuldezernenten Axel Weiß-Thiel (SPD) vor, Schulneugründungen zu verschleppen.

Nach der Steinheimer CDU äußert nun auch die Hanauer Fraktion der Christdemokraten Kritik an der Schulpolitik der Koalition aus SPD, Grünen, BfH und FDP.

Den Stein ins Rollen gebracht hatte die GEW. Mitte Dezember verkündete sie, es gebe zu wenige Grundschulen in Hanau und berief sich auf eine Schulentwicklungsstudie, die die Stadt in Auftrag gegebenen hatte. Derzufolge bestehe bereits im Jahr 2024 ein Mehrbedarf von fünf zweizügigen Grundschulen.

Die CDU weise seit Jahren in der Stadtverordnetenversammlung auf den Missstand hin, heißt es in einer Mitteilung der Fraktion. Sie fordere Schuldezernent und Bürgermeister Axel Weiß-Thiel (SPD) „zum Handeln auf“. Durch die fehlenden Klassenräume könne nicht allen Kindern ein Platz in der Schule in ihrer Nähe garantiert werden. Der Grundsatz „Kurze Beine – kurze Wege“ werde in Zukunft nicht mehr umgesetzt werden können.

Doch nicht nur im Grundschulbereich werde es zu Engpässen mit Räumen kommen. Auch bei den weiterführenden Schulen „wird aufgrund dieser Mangelverwaltung seitens des Bürgermeisters plötzlich eine ganz neue Schule benötigt“. In der Stadtverordnetenversammlung im März hätte die CDU bereits vorgeschlagen, eine Erweiterung der Brüder-Grimm-Schule zu prüfen. Stattdessen sei in Hanau die Tümpelgartenschule geschlossen worden, obwohl man auch im Realschulbereich mit wachsenden Schülern rechnen müsse.

Schuldezernent Thiel hatte einige Tage nach der GEW-Kritik betont, dass die Stadt ihre Anstrengungen beim Ausbau der Bildungsinfrastruktur weiter verstärken müsse. Im Haushaltsentwurf 2020/2021 seien deshalb Mittel für neun Erweiterungs- und Neubauten von Grundschulen vorgesehen.  

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