Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Freuen sich über den restaurierten Fischotter: Paul Koser (Hanau-Bäder), der Restaurator Eberhard F. Gutberlet (Mitte) und Beate Hofmann, Sammlungsleiterin der Städtischen Museen.
+
Freuen sich über den restaurierten Fischotter: Paul Koser (Hanau-Bäder), der Restaurator Eberhard F. Gutberlet (Mitte) und Beate Hofmann, Sammlungsleiterin der Städtischen Museen.

Hanau

Hanau: Mit reinem Fell zurück

  • Anja Laud
    VonAnja Laud
    schließen

Der Fischotter von August Gaul kehrt nach Großauheim zurück, zwar nicht ins Lindenaubad, wohl aber ins Museum. Die Tierplastik ist frisch restauriert.

Fast 50 Jahre hatte der Fischotter des Bildhauers August Gaul seinen Standort am Planschbecken des Lindenaubades. Das Chlorwasser tat ihm nicht gut, Graue Flecken verunstalteten sein Fell. Jetzt ist die Plastik nach einer Restauration nach Großauheim zurückgekehrt. Nicht ins Lindenaubad, das wird zurzeit saniert, sondern erst einmal ins Museum.

Der Frankfurter Bildhauer und Restaurator Eberhard F. Gutberlet hat dafür gesorgt, dass der Fischotter, der einen goldenen Fisch in seinem Maul hat, in neuem Glanz erstrahlt. Starke Kalk-Chlorid-Konkremente hatten sich auf seiner Oberfläche abgelagert. Das Tier ist der Nachguss einer Plastik, die Gaul, Gründungsmitglied der Berliner Sezession, geschaffen hatte. Seit 1974 stand die Kopie in der neu entstandenen Schwimmhalle des Lindenaubads, das 1962 erst als Freibad eröffnet worden war.

Gutberlet befreite den Fischotter von den Ablagerungen, die die Bronze zu zerstören drohten, ergänzte Fehlstellen und in Abstimmung mit Beate Hofmann, der Sammlungsleiterin der Städtischen Museen, versah er ihn, in Annäherung an die Bearbeitung des Originals von Gaul, mit einer neuen Patina, die ihn vor der Luftfeuchtigkeit schützt. Denn der Fischotter steht zwar jetzt im Museum Großauheim, er soll aber ins Bad zurückkehren, wenn dort im Sommer 2022 der Badebetrieb wieder möglich ist.

Im Museum Großauheim ist übrigens noch bis zum 30. Januar kommenden Jahres die Jubiläumsausstellung „August Gaul – Weil es mich freut“ zum 100. Todestag des Künstlers zu sehen, dessen Tierplastiken noch heute unter Sammlern beliebt sind. Das Original des Fischotters sowie einen Brunnen schuf Gaul 1909 für das Sommerhaus seines Freundes Max Liebermann am Berliner Wannsee. Martha Liebermann musste ihn verkaufen, weil sie durch die Judenverfolgung im Dritten Reich ihr Vermögen verlor. Heute befindet sich die Plastik in Privatbesitz.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare