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Rechenzentrum in Hanau

Hanau: Magistrat stimmt Bebauungsplan zu

  • Gregor Haschnik
    VonGregor Haschnik
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Der Hanauer Magistrat stimmt dem Bebauungsplan „Gewerbegebiet Großauheim-Kaserne“ zu. Vorgesehen ist ein Rechenzentrum mit gewaltigem Stromverbrauch.

Die Pläne für das riesige Rechenzentrum in Großauheim haben die nächste Hürde genommen: Wie die Stadt mitteilt, hat der Magistrat dem Bebauungsplan „Gewerbegebiet Großauheim-Kaserne“ zugestimmt. Am kommenden Montag entscheiden die Stadtverordneten darüber, wobei die Zustimmung auch aufgrund der breiten Mehrheit der Koalition aus SPD, CDU und FDP als sicher gilt.

In dem Bebauungsplan wird festgelegt, dass in der früheren US-Kaserne auf einer Fläche von 24 Hektar ein Gewerbegebiet entstehen soll. Neben mehreren Gebäuden für das Rechenzentrum, das die Firma P3 errichten will, sind ein Umspannwerk für die Versorgung des Zentrums sowie ein Blockheizkraftwerk von Stadtwerken und Mainova geplant. Es soll ab 2024, nach dem Auslaufen der Verträge mit dem Kraftwerk Staudinger beziehungsweise dem Betreiber Uniper, die Fernwärmeversorgung Hanaus übernehmen.

Das Rechenzentrum ist nicht unumstritten, auch wegen des enormen Stromverbrauchs. Die Anschlussleistung im Endausbau wird mit 180 Megawatt angegeben, was nach Angaben der Stadt ungefähr der doppelten Jahresleistung Hanaus inklusive der großen Industrieunternehmen entspreche.

OB Claus Kaminsky (SPD) hält dem etwa entgegen, dass die Stadt mit P3 „messbare Nachhaltigkeits- und Klimaschutzziele und ein regelmäßiges Monitoring“ ausgehandelt habe. So soll beispielsweise ein Teil des Stroms von der Freiflächen-Photovoltaikanlage geliefert werden, die auf einer anderen Fläche der Kaserne gebaut werden soll. Über den Plan dafür solle später abgestimmt werden. Aufgrund der Nähe zum in Frankfurt beheimateten Internetknoten DE-CIX seien die umliegenden Kommunen attraktive Standorte, so Kaminsky. Es gelte, die dadurch entstehenden wirtschaftlichen Möglichkeiten zu nutzen und dabei selbst Einfluss zu nehmen. Es ist nicht das einzige große Rechenzentrum, das in Hanau entstehen soll: Der Google-Konzern will auf dem früheren Atombunker-Gelände im Technologiepark Wolfgang ein Rechenzentrum für seine Cloud-Dienste betreiben. gha

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