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Hanau leistet sich zu viel

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Der Marktplatz in Hanau
Der Marktplatz in Hanau © Sascha Rheker

Hanau lebt nach Ansicht des Bunds der Steuerzahler auf zu großem Fuße. Die hohe Verschuldung und die Zinsbelastung der Stadt seien erschreckend. Bei einer Untersuchung des Vereins schnitt die Stadt hessenweit am schlechtesten ab.

Der Bund der Steuerzahler Hessen (BdSt) hat der Stadt Hanau in einer Studie eine prekäre Finanzsituation bescheinigt. Von allen untersuchten hessischen Städten zwischen 50.000 und 100.000 Einwohnern habe Hanau mit einer Schulnote von 4,8 am schlechtesten abgeschnitten, teilte der BdSt am Freitag mit. Ebenfalls schlechte Noten erhielten Gießen (4,7) und Rüsselsheim (4,3). Für die Untersuchung bewerteten die Finanzexperten die unterschiedlichen Kennziffern zu Haushaltsdefiziten, Schulden, Personalausgaben, Zinslasten, Abschreibungen sowie Steuereinnahmen und vergaben dafür Schulnoten. „Erschreckend“ in Hanau sei die hohe Verschuldung und Zinsbelastung der Stadt. In den beiden vergangenen Jahren habe die größte Stadt im Main-Kinzig-Kreis den Haushaltsausgleich nicht geschafft. Nach Einschätzung des BdSt „leistet sich die Stadt einfach zu viel“. Am besten schnitten bei dem Finanzcheck die Städte Marburg (1,3), Wetzlar (2,3) und Bad Homburg (2,4) ab. In den drei Kommunen seien keine Finanzprobleme erkennbar. Marburg habe in den beiden vergangenen Jahren sogar einen Haushaltsüberschuss erzielt. (ddp)

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