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Hanau

Hanau: Lange Haftstrafe nach Attacke mit Auto

  • Gregor Haschnik
    VonGregor Haschnik
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Nach einem Streit um einen Einkaufswagen fährt ein Mann seinen Kontahenten an und verletzt ihn schwer. Das Gericht verurteilt ihn zu einer langen Haftstrafe.

Wegen versuchten Totschlags, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und gefährlicher Körperverletzung hat das Landgericht Hanau einen 30-Jährigen zu sechs Jahren und sieben Monaten Haft verurteilt. Das Gericht folgte damit dem Antrag von Staatsanwältin Lisa Pohlmann. Die Verteidigung hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und auf Freispruch plädiert.

Die erste große Strafkammer sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte im Februar 2020 einen 42-Jährigen mit seinem Auto anfuhr und dann gegen den Kopf des am Boden liegenden Mannes trat. Die vorsitzende Richterin Susanne Wetzel stützte sich in ihrer mündlichen Begründung vor allem auf entsprechende Zeugenaussagen und auf das Unfallgutachten, mit dessen Hilfe der Tatablauf rekonstruiert wurde. Dieses habe die Behauptung des 30-Jährigen, sein Kontrahent sei ihm vors Auto gesprungen, widerlegt. Er habe den Tod des Opfers, das unter anderem schwere Knochenbrüche erlitt und vielfach operiert werden musste, „zumindest billigend in Kauf genommen“, so Wetzel.

Auslöser war eine Nichtigkeit: Bei einem Discounter in Schöneck war nicht klar, wem welcher Einkaufswagen gehört, woraufhin der Angeklagte offenbar eine flapsige Bemerkung machte und böse Blicke erntete. Auf dem Parkplatz kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung. Danach sei der Jüngere dem Älteren hinterhergefahren, weil er das Kennzeichen gebraucht habe, um Anzeige erstatten zu können. Er drehte dann zunächst ab und fuhr nach Hause. Später sah er das Auto an einem Einkaufszentrum in Nidderau wieder und folgte dem 42-Jährigen erneut. In einem Wohnviertel fuhr er ihn schließlich an und trat ihn.

Die Verteidigung hat angekündigt, Revision einzulegen. gha

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