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Hanau

Hanau: Kunstschaffende bauen Denkmal-Modelle

  • Gregor Haschnik
    VonGregor Haschnik
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Das geplante Werk soll an den rassistischen Anschlag erinnern. Jetzt geht der Wettbewerb in die entscheidende Phase.

Acht Künstler:innen haben den Auftrag bekommen, Modelle für ein Denkmal zu bauen, das an den rassistischen Terroranschlag von Hanau erinnern soll. Nach Angaben der Stadt haben für den Wettbewerb insgesamt 118 Kreative, die auch international tätig sind, Entwürfe eingereicht.

Laut Martin Hoppe, dem Leiter des Fachbereichs Kultur, Stadtidentität und internationale Beziehungen, handelte es sich um ein breites Spektrum an hochwertiger Kunst. Von eher traditionell bis abstrakt und modern sei alles dabei gewesen. Ein Beirat aus Fachleuten prüfte die Vorschläge und wählte zwölf Ideen zur weiteren Beratung aus. Die Jury, der Angehörige der Opfer sowie Oberbürgermeister und Kulturdezernent Claus Kaminsky (SPD) angehören, stimmte dann für die acht Künstler:innen, die jetzt Modelle anfertigen werden.

Öffentliche Präsentation

Diese sollen im September in einem „Stadtforum“ präsentiert werden. „Erst dann werden die Namen der Künstler:innen öffentlich bekannt gegeben, ebenso etwa Visualisierungen und Standortvorschläge, die bis dahin präzisiert werden“, sagt Hoppe.

Nach dem Forum wird die Jury den von ihr favorisierten Entwurf bestimmen. Anschließend folgen Beschlüsse der politischen Gremien. Das Mahnmal soll, so der Plan, bis zum zweiten Jahrestag des Anschlages fertig sein.

Am 19. Februar 2020 hatte ein 43-jähriger Rechtsextremist Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kenan Kurtovic, Vili-Viorel Paun, Fatih Saraçoglu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov ermordet. Dann tötete er seine Mutter und sich selbst.

Um der aus rassistischen Motiven ermordeten Hanauer:innen zu gedenken, hat die Stadt im Oktober des vergangenen Jahres den Wettbewerb für ein Denkmal gestartet. Die Vorgabe: Es solle die Ermordeten würdigen und „in die Zukunft gerichtet sein und Inhalte wie Vielfalt, Zusammenleben, Gemeinschaft zum Thema haben“. Das Budget liegt bei etwa 75 000 Euro.

Darüber hinaus baut die Stadt ein Zentrum für Demokratie und Vielfalt auf, das eine breite zivilgesellschaftliche Beteiligung anstrebt, um ein friedliches Zusammenleben zu fördern und Hass entgegenzuwirken.

Eine weitere Form des Erinnerns ist das „digitale Denkmal“, das auf der Webseite www.hanau-steht-zusammen.de zu sehen ist. Hier werden unter anderem Nachrufe veröffentlicht sowie Videobotschaften von Hinterbliebenen gezeigt.

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