Hanau

Kulturfonds fördert vier Projekte

  • Petra Zeichner
    vonPetra Zeichner
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Eine virtuelle Zeitreise mit den Brüdern Grimm in Steinau oder die Sanierung der Räume des Vereins Museumseisenbahn Hanau - über 200.000 Euro schüttet der Kulturfonds des Main-Kinzig-Kreises an vier Projekte aus.

Vier Projekte werden von dem neu geschaffenen Kulturfonds des Main-Kinzig-Kreises in einer ersten Runde unterstützt. Das habe der Kreisausschuss in Abstimmung mit dem Kulturausschuss des Kreistags beschlossen, teilt der Kreis mit.

Rund 112 500 Euro ist für die Umsetzung eines virtuellen Zeitreise-Rundgangs („Virtual Reality“) mit den Brüdern Grimm in Steinau vorgesehen. Mit sogenannten Virtual-Reality-Brillen treten die Brüder Grimm persönlich mit den Gästen in einen Dialog und präsentieren ihnen die Stadt. Das heute noch erkennbare historische Stadtbild werde dabei von digitalen Elementen überlagert, heißt es in der Mitteilung.

Der Verein Museumseisenbahn Hanau wird bei der Sanierung seiner Museumsräume mit 44 000 Euro unterstützt. Zum denkmalgeschützten Ensemble des Historischen Bahnbetriebswerkes Hanau gehört auch der Rechtecklokschuppen mit seinen Anbauten. Im Zuge der Sanierung soll auch das Dach gedämmt werden, damit die Räume besser als bisher geheizt werden können.

Insgesamt 29 900 Euro gehen erneut nach Steinau, und zwar an das Theatrium für das Projekt „Märchenlab – ein Experiment“, ein Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Theatrium und dem Museum Brüder-Grimm-Haus. Die Remise des Brüder-Grimm-Hauses soll zu einem Märchenlabor umgebaut werden. Damit sollten alle Generationen angesprochen werden, so Landrat Thorsten Stolz (SPD). „Ziel ist es, dass neben dem künstlerischen und musealen Angebot auch die Lese- und Sprachkompetenz gefördert wird.“

Die Volksbühne Maintal erhält für das Projekt „Kinder und Jugendliche ins Theater!“ 19 500 Euro. Geplant sind jeweils drei Theatertage für Kita-Vorschulkinder und Schulklassen aus Maintal und der Umgebung. „Kinder aus Familien mit geringem Einkommen sollen die Vorstellungen kostenlos besuchen dürfen“, so der Landrat. Die Höhe des Familieneinkommens solle nicht darüber entscheiden, ob ein Kind an kulturellen Angeboten teilhaben könne oder nicht.

Der Kreistag hatte den Fonds im Oktober 2019 mit einem Volumen von 1,8 Millionen Euro beschlossen. Weitere Projekte sollen in den kommenden Jahren gefördert werden.

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