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Blick auf Schloss Philippsruhe in Hanau. Auch ohne die Stadt bliebe der Kreis sehr heterogen.

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Wenig Neues

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Auch ohne Hanau ist der Kreis sehr heterogen. Die neue Studie zum Kreisaustritt ist teuer und hat nicht viel Neues ans Licht gebracht. 

Die neue Studie zum Kreisaustritt legt umfassend die Unterschiede zwischen Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis dar. Sie beschreibt schlüssig die Diskrepanz zwischen Lebenswirklichkeiten sowie Strukturen in Politik und Verwaltung. Und schlägt konsequenterweise den Bogen zu einer vom Land angestrebten sinnvollen Raumordnung, die für gleichwertige Lebensbedingungen sorgen soll.

Allerdings bietet die mit 50 000 Euro ziemlich teure Studie wenig Neues und vor allem Konkretes. Während ein Teil der Passagen an das bereits von der Stadt vorgelegte Konzept zur Kreisfreiheit erinnert, werden entscheidende Fragen nicht oder unzureichend beantwortet. Zum Beispiel, wie genau die Mittelzentren von einem Ausscheiden Hanaus profitieren sollen und ob sie genug Mittel haben, um ihre Funktionen zu erfüllen. Eine intensive Auseinandersetzung mit Risiken findet nicht statt. Kaum beachtet wird zudem, dass der Kreis auch ohne Hanau sehr heterogen und die Kluft groß ist. Zwischen Maintal vor den Toren Frankfurts etwa und Flörsbachtal liegen Welten.

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