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OB Kaminsky besucht das Urban Gardening-Projekt am Nordbahnhof.

Hanau

Kräuter am Bahnhof

  • Kerstin Klamroth
    vonKerstin Klamroth
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Der Verein „Straßenengel“ schafft Hochbeete und einen Hühnerhof direkt neben den Gleisen am Hanauer Nordbahnhof.

Mancher Bahnreisende wird sich verwundert die Augen reiben, wenn er am Hanauer Nordbahnhof aussteigt: In direkter Nachbarschaft zu Bahnsteig und Gleisen wachsen in mehreren Hochbeeten Tomaten, Salat, Küchenkräuter und Kartoffeln.

Um die Beete herum picken und scharren gackernd fünf braune Hühner. Das ländliche Idyll an dieser unerwarteten Stelle ist Ergebnis des jüngsten Projektes von Sabine Assmann, erste Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins Strassenengel. Die Hilfsorganisation, die sich seit 2016 um Obdachlose und Bedürftige kümmert, hat seit 2017 dort ihr Domizil.

Wie Assmann im Gespräch mit Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky(SPD) erläuterte, war es ihr ein Anliegen, die bis dahin ungenutzte und eher ungepflegte Rasenfläche für „Urban Gardening“ zu nutzen. Nachdem sie und ihre Schützlinge nach ihrem Einzug am Nordbahnhof erfolgreich dafür gesorgt hatten, dass die illegalen Müllablagerungen auf und neben dem Parkplatz dauerhaft verschwunden sind, konnte sie die Deutsche Bahn als Eigentümerin schnell davon überzeugen, ihr die etwa 200 Quadratmeter große Fläche zur Verfügung zu stellen.

Dank der Unterstützung ehrenamtlicher Helfer entstanden fünf große, aus Euro-Paletten selbstgebauten Hochbeete, um Erde und Pflanzen aufzunehmen. „Was wir hier anpflanzen, wandert direkt in den Kochtopf, denn alles, was auf unseren Hochbeeten wächst und gedeiht, wird in der Küche verarbeitet“, so die Vorsitzende. Das gleiche gelte für die Eier der freilaufenden Hühner.

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