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Hanau

Hanau: Keine höhere Festspiel-Förderung

  • Gregor Haschnik
    VonGregor Haschnik
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Die Brüder-Grimm-Festspiele in Hanau müssen sparen. Das Land Hessen stellt derweil klar, dass es die derzeitigen Zuschüsse von 70 000 Euro für ausreichend hält.

Die Hanauer Brüder-Grimm-Festspiele können vorerst nicht mit einer höheren Förderung durch das Land Hessen rechnen. Die 70 000 Euro pro Spielzeit in Verbindung mit den Zuschüssen aus dem – zur Hälfte vom Land finanzierten – Kulturfonds Frankfurt Rhein-Main, zuletzt 80 000 Euro, seien „auskömmlich und angemessen“.

Das hat Hessens Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Angela Dorn (Grüne), auf eine kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Stefan Naas (FDP) geantwortet. Dorn verweist darauf, dass das Land sein Engagement für das Festival in den vergangenen Jahren ausgebaut habe, von 12 500 Euro 2015 auf 70 000 Euro im vergangenen Jahr. Von einer schrittweisen Erhöhung der Mittel profitierten unter anderem auch die Bad Vilbeler Burgfestspiele, von 10 000 auf 70 000 Euro, sowie das „MADE-Festival“ für darstellende Künste von 60 000 auf 100 000 Euro,

An der Höhe der Fördersumme ist in der Vergangenheit mehrfach Kritik aus Hanau laut geworden, auch weil die Bad Hersfelder Festspiele viel mehr bekommen, etwa 770 000 Euro. Aktuell ist das Thema von Interesse, weil Intendant Frank-Lorenz Engel und OB Claus Kaminsky (SPD) angekündigt haben, dass beim Festival wegen höherer Produktionskosten nach Sparmöglichkeiten gesucht werde und die Kartenpreise erhöht werden müssten. Die Festspiele finden seit 1985 statt, zählen im Schnitt etwa 80 000 Zuschauer pro Jahr und präsentieren ausschließlich Eigenproduktionen, die zum Teil preisgekrönt sind. 2020 wurden die Aufführungen coronabedingt abgesagt.

Viel mehr Geld für Hersfeld

Der Etat liegt bei 1,5 Millionen Euro. Die Stadt steuert 375 000 Euro bei, hinzu kommen Erlöse aus dem Ticketverkauf, Sponsorengeld und Zuschüsse.

Nach Angaben des Landes hängt die Vergabe von Mitteln von der „Richtlinie zur Förderung von Projekten freier Träger im Theaterbereich“ ab. Diese könnten unterstützt werden, wenn sie im Interesse des Landes stünden und zum Beispiel „besondere künstlerische Qualität oder innovative Konzeptionen erkennen lassen“. Die Anträge würden zusätzlich „von einer unabhängigen externen Fachjury geprüft und bewertet“.

Die Sonderstellung der Bad Hersfelder Festspiele erklärt das Land etwa damit, dass diese „zu den ältesten, wichtigsten und renommiertesten Festspielen im deutschsprachigen Raum“ zählten, mit einem außergewöhnlichen Spielort: „Mit ihrer internationalen Ausstrahlung dürfen sie als die hessischen Leuchtturm-Festspiele gelten.“

Während der Einschränkungen während der Pandemie erhielten die hessischen Festivals neben der regulären Förderung Geld aus dem Programm „Sofort helfen“: Laut Ministerium erhielten die Burgfestspiele Bad Vilbel 232 000 Euro, die Grimm-Festspiele 183000 Euro und die Wetzlarer Festspiele 54 000 Euro.

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