Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Das Musical „Das tapfere Schneiderlein“ war eines der Stücke, die in diesem Jahr aufgeführt wurden.
+
Das Musical „Das tapfere Schneiderlein“ war eines der Stücke, die in diesem Jahr aufgeführt wurden.

Hanau

Hanau: Karten für Grimm-Festspiele werden teurer

  • Gregor Haschnik
    VonGregor Haschnik
    schließen

Intendant Frank-Lorenz Engel und das Team der Grimm-Festspiele müssen wegen höherer Produktionskosten sparen. Auch die Eintrittspreise werden steigen - aber „mit Augenmaß“.

Intendant Frank-Lorenz Engel und das Team der Brüder-Grimm-Festspiele müssen künftig sparen. Zwar teilte Oberbürgermeister und Kulturdezernent Claus Kaminsky (SPD) mit, dass der städtische Zuschuss für die Spiele – rund 375 000 Euro – nicht gekürzt werde. Doch weil er auch nicht erhöht werde und die Kosten für das Festival im Amphitheater am Main gestiegen seien, müssten jetzt Einsparmöglichkeiten gesucht werden.

Zur notwendigen Summe machte die Stadt bislang keine Angaben. Geprüft werde beispielsweise, ob die Zahl der Umbauten während der Stücke reduziert oder Schauspieler:innen in mehreren Stücken eingesetzt werden könnten, um die Kosten zu senken. Gleichzeitig werden die Eintrittspreise erhöht, „mit Augenmaß“, heißt es. Wie hoch sie liegen werden, wird zum Start des Vorverkaufs bekanntgegeben. Einzige Ausnahme sind Schulvorstellungen, die nicht teurer werden. Wer eine Karte kauft, kann weiterhin gratis das Museum „GrimmsMärchenReich“ für Kinder und Familien im Schloss Philippsruhe besuchen.

Eine Reduzierung der Stücke von vier auf drei habe Engel abgelehnt, auch weil sich dies negativ auf die Einnahmen ausgewirkt hätte.

Die Hanauer Festspiele feierten 1985 Premiere und zählten in den vergangenen Jahren um die 80 000 Zuschauer:innen. Ihr Etat wurde zuletzt auf etwa 1,5 Millionen Euro beziffert. Zum Anteil der Stadt kommen unter anderem Einnahmen aus Ticketverkauf, Sponsorengeld und Förderung durch das Land Hessen. Die 37. Spielzeit, bei der etwa „Schneeweißchen und Rosenrot“ auf der Bühne zu sehen war, sind am vergangenen Wochenende zu Ende gegangen.

Dass die Kostensteigerungen bei Produktion und Organisation nicht durch einen höheren städtischen Beitrag aufgefangen werden, begründet Kaminsky vor allem mit „erhöhten finanziellen Belastungen durch die Corona-Pandemie“. Auch hat die Stadt Hanau Einbußen etwa bei der Gewerbesteuer hinnehmen müssen. Wie hoch diese genau sind, und inwieweit sie durch Bundes- und Landesmittel verringert werden, ist noch unklar. Im zweiten Quartal 2020 zum Beispiel hatte Hanau nach eigenen Angaben nur 57 800 Euro an Gewerbesteuer eingenommen – und damit weniger als durch die Hundesteuer, wo die Einnahmen auf 83 000 Euro beziffert wurden.

Derweil steht das Programm für die 38. Spielzeit vom 13. Mai bis 31. Juli 2022 fest: Aufgeführt werden das Musical „Drosselbart!“, „Brüderchen und Schwesterchen“ als Familienstück mit Musik, das Schauspiel „Aladin und die Wunderlampe“ und Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ in der Übersetzung des Grimm-Zeitgenossen August Wilhelm von Schlegel.

Zu „Aladin“ sagt Engel, der dafür das Buch schreibt: „Nachdem wir 2021 die Dramatisierung einer Grimmschen Sage auf dem Spielplan hatten, ist es spannend, den berühmten Stoff aus der orientalischen Märchensammlung 1001 Nacht zu beleuchten. Das Motiv des dienstbaren Geistes finde sich auch bei den Brüdern Grimm, im Märchen „Das blaue Licht.“ gha

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare