Hanau

Neues Format für künftige Chefs

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Erste Gründer- und Unternehmerwoche im Februar mit mehr als 30 Terminen an 16 Orten.

Start-up-Messe war gestern, Gründer- und Unternehmerwoche ist heute - zumindest für das Forum Existenzgründung im Main-Kinzig-Kreis, zu dessen neun Mitgliedern IHK, Kreishandwerkerschaft und die Wirtschaftsförderungen Hanau und Maintal gehören. Mit dem neuen Format sollen an fünf Tagen im Februar angehende und junge Firmenchefs angesprochen und Vernetzung gefördert werden. Das Programm aus mehr als 30 Vorträgen und Beratungstagen geht zudem auf Tour. Referenten sind Spezialisten aus der Region. Zum Auftakt treten als Motivatoren „The Real Life Guys“ auf. Das sind die Youtube-Stars Johannes und Philipp Mickenberger, denen kein Projekt verrückt genug ist, um es nicht anzupacken.

Die Veranstaltung

Erste Gründer- und Unternehmer-woche vom 10. bis 14. Februar.

Anmeldungund Programm bei der IHK. sun

www.hanau.ihk.de/unternehmerwoche

„Der Gründermesse ist es wie allen Messen gegangen, die eine breite thematische Streuung bieten, sie funktionieren nicht mehr“, sagt IHK-Pressesprecher Achim Knips. Bei Fachmessen mit ihrem spezifischen Themenkreis sei das hingegen anders. Die Gründer- und Unternehmerwoche nimmt diese Entwicklung auf, mit Übersichtlichkeit und täglich wechselndem Themenangebot. Überdies kommen die Vorträge und Beratungstage den potenziellen Kunden räumlich entgegen: War bislang nur Hanau der Austragungsort, geht es nun tageweise raus nach Bruchköbel, Gelnhausen oder bis hoch nach Steinau. Die Wahl der Orte erfolgte themengebunden. Der „Beratungstag Immobilien und Baurecht“ findet etwa bei der Wirtschaftsförderung in Hanau statt, „Start-up in Coworking Space“ im Gründerzentrum Gelnhausen oder „Selbstständig sein im Bereich von SGB II“ beim Kommunalen Center für Arbeit in Schlüchtern. Zusammen sind es 16 Veranstaltungsorte. Den Besucher werde somit auch die Chance geboten, die lokalen Akteure kennenzulernen, heißt es.

Obgleich dieser Tage einige Unternehmer in der IHK-Umfrage zum Konjunkturklimaindex für die kommenden Monate eher ein pessimistisches Bild gezeichnet haben, sieht die IHK weiterhin eine Bereitschaft bei jungen Leute, eine Firma auf die Beine zu stellen. Oftmals muss es gar nicht mal etwas Neues sein. „Viele Unternehmerfamilien stehen vor der Frage: Wie geht es nach dem Ruhestand des Chefs weiter?“ Wenn sich kein Nachfolger aus der Familie finde, könne dies das Aus bedeuten, so Knips. Nicht immer gehe es dann so gut aus wie in dem Fall, in dem ein Kunde seinen wichtigen Lieferanten aufkaufte, um selbst nicht in Schwierigkeiten zu geraten.

Bei der Gründer- und Unternehmerwoche geht es um Rechnungswesen, Marketing, Personal, Zuschüsse, „grünes“ Unternehmen, wie aus einer Idee ein Produkt und Umsatz wird oder Migrantinnen als Gründerinnen. Die Vorträge und Sprechtage richten sich entweder gezielt an Start-ups oder Unternehmer, um die Inhalte auf eine Zielgruppe zu fokussieren. Überdies gibt es Angebote für Handwerker, Unternehmer und Selbstständige. Spätestens am letzten Tag kommen aber alle wieder zusammen, ab 17 Uhr bei der Netzwerkparty.

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