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„Das tapfere Schneiderlein“, hier die Inszenierung 2012, soll nun als Musical aufgeführt werden.
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„Das tapfere Schneiderlein“, hier die Inszenierung 2012, soll nun als Musical aufgeführt werden.

Hanau

Hanau: Grimm-Festspiele werden verschoben

  • Gregor Haschnik
    vonGregor Haschnik
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Aufgrund der Pandemie soll das Festival im Juli beginnen - so die Hoffnung.

Eigentlich sollten die Brüder-Grimm-Festspiele Mitte Mai mit dem Musical „Das tapfere Schneiderlein“ eröffnet werden. Doch die Corona-Pandemie hat auch die Pläne für das Hanauer Festival zunichte gemacht. Die bundesweit geltende Notbremse und die hohen Infektionszahlen in der Stadt verbieten alle Veranstaltungen ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100. In Hanau lag der Wert am Montag bei 263. Theater und andere kulturelle Einrichtungen müssen geschlossen bleiben.

Die Pandemie sorge dafür, dass die Festspiele selbst in der Rolle des Märchenhelden seien, „der erst große Herausforderungen überstehen muss, bevor sich hoffentlich alles in Wohlgefallen auflösen kann“, sagt OB Claus Kaminsky (SPD), der als Kulturdezernent für die Spiel verantwortlich ist. Er und die Macher um Intendant Franz-Lorenz Engel setzen darauf, dass sich die Lage in den nächsten Wochen vor allem durch Impfen und Testen so entspannt, dass Lockerungen zumindest für Geimpfte und Genesene möglich sind. Deshalb sagen sie die Festspiel-Saison 2021 nicht ab, sondern verschieben sie.

Nach jetzigem Stand sollen die Aufführungen vom 1. Juli bis 31. August im Amphitheater zu sehen sein. Bereits gekauften Tickets könnten für einen neuen Termin umgetauscht werden. Die Modalitäten müssten noch geklärt werden, genauso wie einige organisatorische Fragen, heißt es.

In diesem Jahr werden „Das tapfere Schneiderlein“, „Schneeweißchen und Rosenrot“, „Der Rattenfänger von Hameln“ und „Der zerbrochene Krug“ inszeniert. Die Stücke sollten bereits im vergangenen Jahr auf die Bühne kommen. Allerdings konnten die Spiele – die zuletzt ein Budget von etwa 1,5 Millionen Euro hatten – 2020 coronabedingt gar nicht stattfinden. Die Absage habe die Stadt nicht mehr gekostet als den Zuschuss von 375 000 Euro, den sie sonst geleistet hätte, sagt OB Kaminsky. Jedoch gab es dafür eben keine Inszenierung im vergangenen Jahr. Auch um dies wirtschaftlich etwas aufzufangen und die bereits geleistete Arbeit etwa an Drehbüchern zu nutzen, wurde das Programm auf dieses Jahr verschoben.

Die Ungewissheit bleibt. Die Verschiebung auf Juli, möglicherweise mit etwas weniger Terminen sowie Plätzen aufgrund von Hygienevorschriften, sei aber die aktuell sinnvollste und günstigste Variante. Kaminsky hofft auf eine Entspannung der Lage und darauf, dass die Sponsorinnen und Sponsoren den Spielen, die zuletzt rund 80 000 Zuschauerinnen und Zuschauer besuchten, treu bleiben. Neben den Ticketeinnahmen spielen die Sponsorengelder eine wichtige Rolle für die Finanzierung. Die Aufführungen nur zu streamen, komme eher nicht in Frage, weil ein Großteil des Publikums diese Variante wohl nicht annehmen würde.

www.festspiele.hanau.de

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