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Quartiersmanagement

Hanau: Geld für Stadtentwicklung

  • Gregor Haschnik
    VonGregor Haschnik
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Ein Bund-Länder-Programm soll die Missstände in den von der Politik vernachlässigten Darmstadter Vierteln beseitigen.

Das Freigerichtviertel – zwischen Alfred-Delp-Straße, Leipziger Straße und Hauptbahnhof gelegen – ist lebendig und multikulturell. Es wurde lange besonders durch den Reifenhersteller Goodyear Dunlop geprägt – und von der Politik vernachlässigt. Einige Straßen und Häuser sind nach wie vor in einem schlechten Zustand, es gibt nicht genug einladende Begegnungs- und Spielorte. Doch seit etwa fünf Jahren werden langsam Fortschritte gemacht, auch dank der Aufnahme ins Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“. So wurden ein „Bürgerpark“ errichtet und ein Quartiersbüro eröffnet. Jetzt soll das Quartier von einem weiteren Programm mit dem Namen „Sozialer Zusammenhalt“ profitieren. 940 000 Euro kommen aus diesem Topf und sollen etwa dazu dienen, mehr Orte der Gemeinschaft und des Austauschs zu schaffen, um den Zusammenhalt zu stärken und die Wohnqualität zu erhöhen.

Insgesamt erhält Hanau in den nächsten Monaten und Jahren mehr als fünf Millionen Euro aus Bund-Länder-Programmen zur „nachhaltigen Stadtentwicklung“, neben dem Geld für das Freigerichtviertel 200 000 Euro für die Weststadt mit dem Bürgerpark Hochgericht und 360 000 Euro für das Hafentor-Quartier. Hinzu kommen unter anderem 2,3 Millionen Euro für das sogenannte Klima-Pionier-Quartier und entsprechende Maßnahmen im gerade entstehenden „Pioneer Park“ in Hanau-Wolfgang.

21 Kommunen profitieren

Ziel sei es, „Räume für Begegnung in den Quartieren zu gestalten“, die „klimaresilient“ seien und langfristig bestehen könnten, sagte Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) kürzlich, als er im Hanauer Rathaus die Bescheide übergab.

Andere hessische Städte, darunter Groß-Gerau, Offenbach, Frankfurt und Wiesbaden, profitieren ebenfalls. Im Rahmen des Programms „Sozialer Zusammenhalt“ werden an 33 Standorten in 21 Städten und Gemeinden in der Summe rund 25 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, wobei Bund und Land jeweils die Hälfte der Kosten übernehmen.

Bereits in der Vergangenheit hat Hanau solche Förderprogramme genutzt, um Viertel aufzuwerten, neue Angebote zu machen und den Zusammenhalt zu stärken. Nach eigenen Angaben erhielt die Stadt hierzu 37 Millionen Euro an Zuschüssen von Bund und Land. Dadurch wurden beispielsweise Quartiers- und Spielplätze geschaffen.

OB Claus Kaminsky (SPD) bewertet besonders die jetzige Förderung der Weststadt mit dem Bürgerpark Hochgericht positiv. Dort seien große Anstrengungen notwendig, um städtebauliche Missstände und Probleme bei der Infrastruktur zu beheben.

Im Fördergebiet liegt auch das Jugendzentrum k-town, das immer wieder ums Überleben kämpfen muss und in einer Immobilie zu Hause ist, in der Sanierungsstau herrscht. Mit Hilfe des Programms würden sich dort „konstruktive Lösungen“ abzeichnen, so Kaminsky. gha

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