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Hanau: E-Fahrzeuge bei Müllabfuhr gut einsetzbar

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Von: Gregor Haschnik

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Eine Studie der University of Applied Sciences beleuchtet alternative Antriebe.

Die Flotte der Hanauer Müllabfuhr von konventionellen Antrieben auf Brennstoffzellen umzustellen, würde zu „keiner betrieblichen Veränderung gegenüber dem Ist-Ablauf führen, aufgrund ausreichender Fahrzeugreichweiten sowie vergleichbar kurzen Tankzeiten“, sagt der auf Logistik und Produktionsmanagement spezialisierte Professor Kai-Oliver Schocke von der Frankfurt University of Applied Sciences (UAS). Allerdings wäre die Einführung einer größeren Zahl an Brennstoffzellenfahrzeugen mit deutlich höheren Ausgaben verbunden. Und es müsste genug Wasserstoff auf den Betriebshof geliefert und dort gespeichert werden können.

Dies sind nach Angaben der Universität drei Ergebnisse des Forschungsprojekts „SimCityNet“, welches das Research Lab for Urban Transport (ReLUT) der UAS in den vergangenen zwei Jahren verantwortete. Das Projekt wurde vom Land Hessen gefördert und in Kooperation mit der Hanauer Straßenbahn GmbH, dem für Entsorgung zuständigen Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service und der städtischen Wirtschaftsförderung durchgeführt. Die Simulation lieferte der Dienstleister SimPlan. Dabei wurde eine Art „digitaler Zwilling“ des Straßennetzes in Hanau entwickelt und simuliert, wie sich der Einsatz von alternativ angetriebenen Fahrzeugen im ÖPNV und bei der Müllabfuhr – vor allem bei Fahrten und Ladevorgängen – jeweils auswirken würde.

Die Forscher:innen berücksichtigten Faktoren wie Route, Flottengröße, Ladeinfrastruktur, Witterung und entwarfen verschiedene Szenarien. Weil etwa nach aktuellem Stand der Technik batterieelektrische Busse zum Teil nicht alle an einem Tag geplanten Fahrten zurücklegen könnten, ohne zu laden, wurden mit Hilfe von Algorithmen neue Umläufe mit den entsprechenden Reichweiten ermittelt.

Beim Busbetrieb könnten batterieelektrische Fahrzeuge kurz- bis mittelfristig viele Fahrten übernehmen. „Die begrenzten Reichweiten führen langfristig allerdings zu einem signifikanten Mehrbedarf an Fahrzeugen“, so Schocke. Bei den Abfallbetrieben hingegen würde „bei einem Mix von Elektro- und Wasserstoffantrieb die Anzahl der Fahrzeuge nicht verändert“.

Im ReLUT forscht ein Team aus Wissenschaft und Praxis zu Herausforderungen des Verkehrs in Städten, mit Fokus auf ökologischen und wirtschaftlichen Lösungen für Kurierdienste auf der letzten Meile vor dem Ziel. Der digitale Zwilling sei so gebaut, dass er sich grundsätzlich auf andere Kommunen und Bereiche, etwa Logistik, anwenden lasse. Die UAS wird das Feld weiter beleuchten: ÖPNV und Entsorgung „bieten bei der Verkehrswende eine große Chance, da sich die täglichen Laufleistungen der Fahrzeuge sehr gut abschätzen lassen“, so Professor Josef Becker, der auf Schienenverkehrswesen und öffentlichen Verkehr spezialisiert ist. gha

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