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Hanau

Hanau: Endrunde mit fünf Mahnmal-Entwürfen

  • Gregor Haschnik
    VonGregor Haschnik
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In Hanau werden der Öffentlichkeit fünf Modelle zum Gedenken an die Terror-Opfer vorgestellt. Bis zum zweiten Jahrestag des Anschlags soll eines davon verwirklicht werden.

Im Wettbewerb für das Mahnmal, das an den rassistischen Anschlag vom 19. Februar 2020 erinnern soll, sind fünf Modelle in der engeren Auswahl und werden an diesem Wochenende öffentlich vorgestellt: die Entwürfe „Bruchstücke“ von Matthias Braun aus Würzburg, „Einschnitt“ von Heiko Hünnerkopf aus Wertheim, „WIR“ von Susanne Lorenz aus Berlin, „Der Vielfalt“ von Carla Mausch aus Nürtingen sowie „9“ von Stephan Quappe Steffen aus Trier. Über die Werke ist bislang kaum etwas bekannt, außer dass die Künstler:innen mit recht unterschiedlichen Ansätzen und Materialien arbeiten.

Ihre Mahnmal-Modelle werden am 4. und 5. September im Congress Park (Schlossplatz 1) gezeigt und zur Diskussion gestellt. Die Ausstellung ist am Samstag von 15 bis 18 Uhr geöffnet, am Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Vom 6. bis 18. September sind die Entwürfe im Kulturforum am Freiheitsplatz während der Öffnungszeiten zu sehen. Ab Sonntagabend bietet zudem die Seite www.hanau-steht-zusammen.de eine Online-Präsentation.

Eine breite Diskussion sei gewollt, sie gehöre zur Aufarbeitung der Tat und deren Folgen, sagt OB Claus Kaminsky (SPD): „Im besten Fall identifizieren sich nach diesem gemeinsamen Diskurs sowohl die Opferangehörigen als auch weite Teile der Hanauer Stadtbevölkerung mit der Gestaltung dieses Mahnmals.“

118 Kreative aus dem In- und Ausland hatten Bewerbungen eingereicht. In den vergangenen Monaten wählten ein Fachbeirat und eine Jury der Angehörigen die ihrer Ansicht nach besten Vorschläge aus. Sie werden am Ende auch über Platz eins entscheiden und empfehlen, dieses Kunstwerk zu verwirklichen. Die letzte Entscheidung trifft das Stadtparlament. Das Mahnmal soll bis zum zweiten Jahrestag des Anschlags realisiert werden.

In Hanau gibt es bereits mehrere kleinere Gedenkstätten, etwa Tafeln an den beiden Tatorten sowie am Hauptfriedhof, die an die Opfer erinnern: Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtovic, Vili-Viorel Paun, Fatih Saraçoglu, Ferhat Unvar, Kaloyan Velkov. Darüber hinaus diente das Brüder-Grimm-Denkmal, an dem Hinterbliebene und andere Bürger:innen etwa Blumen ablegten, als Erinnerungsort. Das geplante Mahnmal soll nach dem Willen der Stadt Hanau an die Opfer erinnern und „ein Bekenntnis gegen Hass und Gewalt, für Toleranz und ein friedliches Miteinander sein“.

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