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In Bad Vilbel ist bereits seit dem 15. November Eislaufen auf der Eisbahn möglich. Saisonende ist am 15. Januar.  

Hanau/Bad Vilbel

Hanau: Eislaufen auf dem Marktplatz

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Die Nachsaison beginnt jetzt in Hanau. Bis zu 12.000 Besucher werden in den vier Wochen erwartet.

Auch wenn Eislaufen im Fernsehen längst nicht mehr als fernsehtauglich gilt, als Breitensport ist das mehr oder weniger kunstvolle Gleiten auf Kufen offenbar ungebrochen beliebt. Neben den stationären Bahnen etwa in Aschaffenburg, Bad Nauheim, Darmstadt oder Frankfurt ziehen auch die mobilen Anlagen in großer Zahl ihr Publikum. Zusätzlich locken Wettbewerbe im Eisstockschießen oder abendliche Discos auf das Eis. Während in Friedberg nach rund fünf Wochen die Schlittschuhsaison auf dem Elvis-Presley-Platz dieser Tage endet und sie in Bad Vilbel bis 12. Januar sowie in Hanau-Steinheim bis 2. Februar dauert, beginnt sie in der Hanauer Innenstadt am morgigen Freitag auf dem Marktplatz.

 Eisarena auf dem Markplatz vom 3. Januar bis 2. Februar, täglich von 12 bis 20 Uhr geöffnet 


Hanau-Steinheim Rondo On Ice, Otto-Hahn-Straße 18, ist bis 2. Februar täglich von 13 bis 20 Uhr, samstags von 10 bis 21 Uhr und sonntags bis 20 Uhr geöffnet.

Bad Vilbel Eisspaß, Heinrich-Heine-Straße (Parkplatz), geöffnet noch bis 12. Januar täglich von 12 bis 21 Uhr, freitags und samstags bis 22 Uhr. sun

Weitere Informationen:
www.stadtwerke-eisarena.de
www.rondo-steinheim.de
www.eisspass-badvilbel.de

Am längsten dauert stets das Wachsen der Eisschicht. Der Vorgang ist zudem wetterabhängig. Der Unterbau aus Holzpaneelen und das Verlegen der Kühlschlangen (rund 60 Meter pro Quadratmeter!), in denen das Frostschutzmittel Glykol bei minus zehn Grad zirkuliert, dauert zwei Tage. Läuft das containergroße Kühlaggregat erst einmal, dauert es bis zur optimalen Eisschicht von acht Zentimetern in der Regel vier Tage. Der Stromverbrauch, Lieferant ist der Hauptsponsor Stadtwerke Hanau (SWH), über die vier Wochen ist viel. Laut Betreiber Interevent können jedoch moderne mobile Eisbahnen eine gute Ökobilanz aufweisen. Das Kältemittel sei nicht umweltschädlich, Ökostrom und ein geringstmöglicher Verbrauch trügen dazu bei, heißt es. Die Laufzeiten der Kältekompressoren hängen jedoch von der Außentemperatur und der Witterung ab. Nach Angaben von Intervent müssen die Maschinen bei unter null Grad Celsius und weniger arbeiten. Das tue nicht nur der Umwelt gut, sondern auch der betriebswirtschaftlichen Bilanz. Die hohen Kosten auf Sponsoren und Eintrittpreise umzuschlagen, könnte dem Erfolg der seit 2006 bestehenden Eisbahn schaden.

Laut SWH besuchen pro Saison 11 000 bis 12 000 Menschen die Eisarena. Ein beliebtes Ausflugsziel ist die 625 Quadratmeter große Fläche auch für Schulklassen, die nach den Weihnachtsferien vormittags die Eisarena nutzen können. In den Ferien ist die Eisfläche ab 10 Uhr freigegeben. Ab 20 Uhr tummeln sich die Eisstockschützen auf der Eisbahn. Außerdem können sich Firmen und Vereine Stockbahnen mieten. Am 15. Januar wird zudem das 11. Hanauer-Eisstock-Schützen-Turnier ausgetragen. Beginn ist um 19 Uhr. Vorkenntnisse sind jedoch nicht notwendig. Anmeldungen nur nur am Turnierabend möglich. Es lohnt sich früh zu kommen, denn die Teilnehmerzahl ist auf 40 begrenzt.

Offiziell eröffnen wird die Eisarena am 3. Januar, 11 Uhr, von der neuen SWH-Chefin Martina Butz. Der 1. Hanauer Roll- und Eissportclub bietet ein kurzes Showprogramm etwa mit einer Kür der zehn Jahre alten Hessenmeisterin Marie Reigle. Wer es vor 12 Uhr auf das Eis schafft, hat freien Eintritt.

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