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Franziska Haslinger setzt sich in ihren Werken auch mit unseren Sehgewohnheiten auseinander. R. Hoyer
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Franziska Haslinger setzt sich in ihren Werken auch mit unseren Sehgewohnheiten auseinander. R. Hoyer

Hanau

Hanau: Auszeichnung für Kulturgrößen

  • Gregor Haschnik
    vonGregor Haschnik
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Die Stadt ehrt Franziska Haslinger, Claus Bury und Günter Rauch mit der Gaul-Plakette.

Die bildenden Künstler:innen Franziska Haslinger und Claus Bury sowie der Historiker Günter Rauch erhalten die August-Gaul-Plakette, die höchste kulturelle Auszeichnung Hanaus. Das hat der Magistrat beschlossen. Nach Angaben der Stadt soll die Verleihung stattfinden, sobald die Corona-Pandemie einen angemessenen Rahmen zulässt.

Die Kulturgrößen sind eng mit Hanau verbunden: Haslinger, 1936 in Berlin geboren, gehört zur Hanauer Künstlerfamilie Harder-Khasán. Nach einem Studium an der Akademie der bildenden Künste sowie der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien, wo sie als Werbegrafikerin tätig war, konzentriert sie sich seit 1972 auf konkrete Kunst – wobei sie sehr vielfältige Ausdrucksformen findet. Zu ihrem 75. Geburtstag widmete Hanau ihr eine große Retrospektive. 2002 wurde Haslinger mit dem Kulturpreis des Main-Kinzig-Kreises geehrt.

Bury, 74, der aus einer mehr als 200 Jahre in Hanau ansässigen Künstlerfamilie kommt, wurde an der Zeichenakademie zum Goldschmied ausgebildet. Anschließend entwickelte er sich zu einem der bedeutendsten Künstler für architektonische Monumentalskulpturen. Die Werke des gebürtigen Gelnhäusers stehen etwa in Frankfurt, Stuttgart, Saragossa und Hanau, darunter sein Bodenrelief „Neustadtplan“ an der Wallonisch-Niederländischen Kirche.

Rauch, Jahrgang 1935, studierte Geschichtswissenschaft in seiner Geburtsstadt Frankfurt, war dort wissenschaftlicher Mitarbeiter und führte von 1980 bis 2000 das Kulturamt Hanau. Er schrieb viele historische Bücher etwa zur Kirchen- und Stadtgeschichte und engagiert sich zum Beispiel für das Hessische Puppen- und Spielzeugmuseum. Kürzlich wurde sein dritter Band zur Geschichte Hanaus veröffentlicht.

Der Preis ist nicht dotiert und wird seit 1969 in unregelmäßigen Abständen an Persönlichkeiten oder Institutionen vergeben, die sich „in kultureller oder künstlerischer Hinsicht außerordentlich verdient gemacht“ haben. Er ist nach dem im Stadtteil Großauheim geborenen Bildhauer benannt, der mit seinen Tierplastiken zu den Wegbereitern der Moderne gehörte.

Neben der Gaul-Plakette verleiht Hanau im Dreijahresrhythmus unter anderem den Brüder-Grimm-Preis für Literatur, im Zweijahresrhythmus den Titel Hanauer Stadtgoldschmied:in. In diesem Jahr soll der mit 3000 Euro dotierte „Hanauer Preis für Soziokultur“ hinzukommen. Damit sollen beispielsweise Bürger:innen oder Gruppen geehrt werden, die „in vorbildhafter Weise gesellschaftliche Problemlagen oder Zukunftsfelder mit künstlerischen, kulturellen oder soziokulturellen Mitteln aufzeigen oder lösen“.

Claus Bury schuf für Hanau etwa das im Schlosspark Philippsruhe stehende „Tempeltor“. Renate Hoyer

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