Hanau

Grimm-Festspiele in Hanau abgesagt

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Die Grimm-Festspiele in Hanau werden 2020 auf Grund der Corona-Krise nicht stattfinden. Stücke könnten ins Jahr 2021 verschoben werden.

Die Brüder Grimm Festspiele 2020 finden angesichts der Corona-Krise nicht statt. Das hat Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) am Freitag in Absprache mit Intendant Frank-Lorenz Engel entschieden. „Mir blutet das Herz. Aber es gibt leider keine Hinweise, dass eine professionelle Vorbereitung in absehbarer Zeit möglich ist“, so der OB.

Die Festspiele waren für 15. Mai bis 27. Juli geplant. „Wir hätten übernächste Woche mit den Proben beginnen wollen – das ist aufgrund der aktuellen Lage nicht machbar“, so Engel. Weil nicht absehbar sei, wie lange das öffentliche Leben lahmgelegt ist, sei jede Prognose ein Blick in die Glaskugel. „Deshalb prüfen wir derzeit sehr genau, wo wir Steuergeld für Planungen ausgeben, deren Realisierung ungewiss ist“, so der OB. Auch das Märchenfest am 9. und 10. Mai sowie das Lamboyfest werden ausfallen. 

OB und Intendant sagen aber zu, dass sie das Ensemble der Festspiele nicht im Regen stehen lassen werden. „Wir haben versprochen, dass wir in dieser Krise niemanden alleine lassen – wir werden kulante Lösungen finden.“ Engel will prüfen, ob die für dieses Jahr geplanten Stücke, unter anderem „Der Rattenfänger von Hameln“ in die Saison 2021 verschoben werden können. 

Für die Festspiele seien bislang im Vorverkauf rund 33 000 Karten verkauft worden. Ein nicht unerheblicher Teil davon wäre ohnehin weggefallen, nachdem das Kultusministerium entschieden hat, dass die Schulen nach ihrer Wiederöffnung bis zum Schuljahresende keine Ausflüge machen dürfen. Wie mit verkauften Karten verfahren wird, werde noch geklärt.  

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