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In ein bis zwei Jahren könnte die zweite Feuerwache in der Hanauer Weststadt dieses alte Heizkraftwerk beziehen.
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In ein bis zwei Jahren könnte die zweite Feuerwache in der Hanauer Weststadt dieses alte Heizkraftwerk beziehen.

Feuerwache Kesselstadt

Geldspritze für eine neue Wache

Die Stadt Hanau ist zwar knapp bei Kasse und muss sparen, trotzdem wird es eine neue Wache für die Feuerwehr in Kesselstadt geben. Die Finanzhilfe beläuft sich auf 600.000 Euro.

Von Peter Hauff

Die Stadt Hanau wird ihrer Freiwilligen Feuerwehr in Kesselstadt eine zweite Wache für rund 600 000 Euro finanzieren. Mit dieser Ankündigung hat Rathauschef Claus Kaminsky (SPD) die Brandschützer am Freitag in ihrer nagelneuen Großzentrale in der August-Sunkel-Straße nicht schlecht überrascht. „Wir haben heute das Okay der Unfallkasse und des Prüfdienstes des Landes Hessen erhalten“, sagte Hanaus Oberbürgermeister. „Darum kann ich heute grünes Licht geben.“

Neuer Standort der zweiten Feuerwache soll das ehemalige Gelände des Blockheizkraftwerks im Westen der Stadt werden. Seit dem Jahr 2001 haust die Feuerwehr-Außenstelle Kesselstadt in einer Garage ein paar Steinwürfe weiter, An der Pumpstation. Zwei Minuten vor Kaminskys Ankündigung hatte Wehrführer Chris Jackson noch einmal ins Gedächtnis gerufen: Vor über zehn Jahren hätten Gutachter den Kameraden aus Kesselstadt bescheinigt, dass ihnen dort Platz fehle. Die Experten hätten kein Aus oder die Fusion mit der Hauptwache, sondern den Umbau oder Umzug empfohlen. Von der Wache II aus werden laut Jackson pro Jahr zwischen 100 und 120 Einsätze gefahren. Vor zwei Jahren hatte das Rathaus schon rund 50 000 Euro für die neue Fahrzeughalle bewilligt, hielt die Feuerwehrleitung den anwesenden Magistratsvertretern auf der Jahreshauptversammlung vor Augen. Darum hätte die Halle im Sommer 2013 eigentlich schon stehen sollen. Die Sparvorgaben des Rettungsschirmes machten letztes Jahr aber einen Strich durch die Rechnung.

Für 2015 sind bereits 300.000 Euro eingeplant

Diese Pläne, ebenso wie Ideen für eine „mobile Fahrzeughalle“ als Zwischenlösung, sind jetzt wohl vom Tisch: Bis November werde Hanau beim Land Hessen die Planungsunterlagen für einen „funktionalen Zweckbau“ an der Karlsbader Straße vorlegen, versprach der Oberbürgermeister den Kameraden ins Gesicht. Im Haushaltsjahr 2015 seien auch schon 300 000 Euro für Baumaßnahmen eingeplant, so Kaminsky; im Folgejahr werde noch einmal die gleiche Summe fließen. Der neue Standort der zweiten Wache hat es in sich. Bis vor zehn Jahren brüllten dort vier riesige Gasmotoren im Keller. Heute herrscht in dem toten Heizkraftwerk zehn Meter unter der Erde Ruhe. Im Jahr 1966 war es gebaut worden, 1982 rüsteten die Stadtwerke auf Erdgas um, das Strom und Wärme lieferte. Seit November 2004 bezieht die Weststadt ihre Wärme aus dem Kraftwerk Staudinger in Großkrotzenburg, das Kohle verfeuert, an Stelle von Erdgas. So manches der rund 70 versammelten Feuerwehrmitglieder war schon auf Sparvorschläge oder gar einen Stellenabbau gefasst gewesen. Kaminsky schloss zwar nicht aus, dass auch Brandschützer in Zukunft enger wirtschaften sollen. Er nannte deren hohe Quote ehrenamtlicher Einsatzkräfte andererseits aber eine „Blaupause“ für städtische Sparmöglichkeiten, zum Beispiel was die Zukunft der Ortsbücherei im Stadtteil Groß-Auheim betrifft.

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