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Main-Kinzig

Gegen den Ärztemangel im Main-Kinzig-Kreis

  • Anja Laud
    VonAnja Laud
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Der Main-Kinzig-Kreis setzt sich für die Verbesserung der ärztlichen Versorgung ein.

Der Mangel an Ärztinnen und Ärzten ist besonders in ländlichen Regionen ein Problem. Der Main-Kinzig-Kreis arbeitet nach eigenen Angaben an der Verbesserung der ärztlichen Versorgung. In den vergangenen zweieinhalb Jahren habe der Kreis Medizinerinnen und Mediziner aus 19 Gemeinden mit Fördermitteln in einer Gesamthöhe von 723 000 Euro unterstützt, wie die Verwaltung gestern mitteilte.

Wie kann man junge Ärztinnen und Ärzte dafür begeistern, auch in den ländlichen Regionen des Main-Kinzig-Kreises zu arbeiten? Mit dieser Frage beschäftigt sich Julia Fock, die seit zwei Jahren im Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr des Kreises eine Koordinationsstelle für die ärztliche Versorgung innehat. Sie ist unter anderem zuständig für das kreiseigene Förderprogramm sowie Ansprechpartnerin und Beraterin für alle, die an der Gesundheitsversorgung im Kreis beteiligt sind, seien es Gemeinden, der Allgemeinmedizinische Weiterbildungsverbund Main-Kinzig, die Kassenärztliche Vereinigung Hessen, niedergelassene Ärztinnen und Ärzte oder Medizinstudierende.

Eine solche Koordinationsstelle sei, so der Kreis in seiner Mitteilung, nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber Landrat Thorsten Stolz und die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (beide SPD) wollten die Herausforderungen, die sich aus dem Mangel an Ärztinnen und Ärzten ergeben, proaktiv angehen. Seit einem Jahr werde mit Hilfe von Interviews in einer umfassenden Analyse erfasst, wie die ärztliche Versorgung im Kreisgebiet aussieht und welche Entwicklung, beispielsweise durch den Ruhestand von Mediziner:innen, zu erwarten ist. In der gezielten Förderung durch Kreise und Kommunen sieht Simmler ein großes Potenzial. Die regionalen Bedürfnisse seien ihnen bekannt, deshalb sollten sie bei der Sicherstellung der ärztlichen Versorgung eine wichtigere Rolle spielen. Derzeit aber hätten die Kreise im Sozialgesetzbuch V, welches das Thema Gesetzliche Krankenversicherung behandelt, keine nennenswerte Bedeutung. „Hätten wir jedoch Kompetenzen in der Versorgungsplanung mit entsprechenden finanziell Mitteln, könnten wir effizienter reagieren“, sagt die Erste Kreisbeigeordnete, die dies nach eigenen Angaben auch der Bundestagsabgeordneten Bettina Müller (SPD) mitteilte. lad

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