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Die Gedenktafel auf dem Hanauer Hauptfriedhof erinnert an die Opfer vom 19. Februar 2020.
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Die Gedenktafel auf dem Hanauer Hauptfriedhof erinnert an die Opfer vom 19. Februar 2020.

Hanau

Gegen das Vergessen in Hanau

  • Gregor Haschnik
    VonGregor Haschnik
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Eine Gedenktafel und Veranstaltungen erinnern an die Anschlagsopfer vom 19. Februar 2020.

Tot sind wir erst, wenn man uns vergisst.“ Auch um dieses Zitat des ermordeten Ferhat Unvar zu beherzigen, beteiligt sich die Stadt Hanau am Gedenken für die Opfer des rassistischen Terroranschlags am 19. Februar 2020. Bis zum zweiten Jahrestag soll ein Mahnmal stehen, das laut OB Claus Kaminsky (SPD) „die Getöteten würdigen soll, aber zugleich in die Zukunft gerichtet sein und Inhalte wie Vielfalt, Zusammenleben, Gemeinschaft zum Thema haben wird“.

Bereits vor einigen Tagen haben Angehörige und Freunde der Getöteten mit Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck (SPD) und Kaminsky auf dem Hauptfriedhof eine Gedenktafel mit Fotos sowie Kurzbiografien der Opfer enthüllt. Sie steht in der Nähe der Ehrengräber von Said Nesar Hashemi, Hamza Kurtovic und Ferhat Unvar sowie den Erinnerungssteinen, die für die in anderen Orten beigesetzten Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Mercedes Kierpacz, Vili-Viorel Paun, Fatih Saraçoglu und Kaloyan Velkov errichtet wurden.

Die Lebensbeschreibungen sind zusammen mit den Familien formuliert worden und schon Teil des „virtuellen Denkmals“ auf www.hanau-steht-zusammen.de. Die Gedenktafel zeigt jetzt auch Besuchern des Hanauer Hauptfriedhofs, wie eng verbunden die Opfer mit der Stadt waren.

Derweil widmen sich zwei Veranstaltungen dem Anschlag, seinen Ursachen und Folgen: Die Hanauer Gruppe von Amnesty International lädt für diesen Samstag, 20. März, von 11 bis 13 Uhr zu einer Mahnwache. Diese findet an der Menschenrechtsskulptur vor dem Kulturforum am Freiheitsplatz statt und soll an die rassistisch motivierten Morde erinnern sowie ein Zeichen für ein tolerantes, friedfertiges Zusammenleben setzen.

„Psychologische Ursachen von Rechtsruck und Rassismus“ lautet der Titel einer Online-Debatte via Zoom am kommenden Montag, 22. März, um 19.30 Uhr. Referentin ist die Diplom-Psychologin und Wissenschaftsjournalistin Anne Otto. Sie setzt sich unter anderem mit den „emotionalen Katalysatoren“ auseinander, die Hass in der Bevölkerung verstärken und Rechtspopulisten Zulauf bringen.

Wer teilnehmen möchte, sendet bitte bis Sonntag, 21. März, eine E-Mail an Heinz.Daume@t-online.de und bekommt dann einen Zoom-Link zu der Veranstaltung. Sie wird von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Hanau, der Jüdischen Gemeinde, dem Buchladen am Freiheitsplatz und dem Evangelischen Forum im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus organisiert.

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