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Hanau

Gedenkstätte in Hanau geschändet

  • Gregor Haschnik
    VonGregor Haschnik
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Der Staatsschutz ermittelt nach einer gezielten Beschädigung. Es ist nicht der erste Fall.

Die Gedenkstätte am Brüder-Grimm-Denkmal für die Opfer des rassistischen Anschlags ist am Sonntagabend geschändet worden. Kerzen, Blumen und Kränze wurden offenbar umgetreten. Bilder, die am Montag unter anderem auf Twitter verbreitet wurden, zeigten die Beschädigungen an dem Denkmal am Marktplatz. Angehörige der ermordeten Hanauer waren erschüttert über die Schändung.

Die Polizei teilte mit, sie gehe von einer gezielten Tat aus und habe deshalb Anzeige erstattet, wegen des Verdachts der Volksverhetzung und der Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener. Das Kommissariat für Staatsschutzdelikte in Offenbach hat die Ermittlungen übernommen und bittet Zeugen, sich unter der Nummer 06181/100 123 zu melden.

Aufnahmen, die die Kameras auf dem überwachten Platz machten, zeigen den Angaben zufolge, dass die Tat offensichtlich um 21.11 Uhr verübt wurde: Ein 30 bis 35 Jahre alter Mann mit Dreitagebart und dunkler Haut habe gegen Teile der Gedenkstätte getreten und sei dann über die Fahrstraße und den Freiheitsplatz in Richtung Nordstraße gegangen.

Er habe demnach eine schwarze Hose, eine grün-braune Jacke, eine schwarze Wollmütze, schwarze Turnschuhe sowie eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen. Eine Fahndung nach dem Gesuchten sei bisher erfolglos geblieben.

Wie die Stadt mitteilte, hat sie die Gedenkstätte wieder in Ordnung gebracht, nachdem die Spurensicherung das Denkmal wieder freigegeben hatte.

Erst in der vergangenen Woche hatten Hinterbliebene und Überlebende des Terroranschlags der Hanauer Bevölkerung für die Solidarität gedankt und angekündigt, die vorübergehende Gedenkstätte aufzulösen. Um der Opfer zu gedenken, soll ein großes, dauerhaftes Mahnmal in Hanau errichtet werden. Dazu läuft ein Künstler:innenwettbewerb.

In den vergangenen Wochen wurden bundesweit immer wieder Orte und Symbole des Gedenkens beschädigt. So wurden etwa nach Aufrufen von Rechtsextremen zahlreiche Plakate mit den Namen und Gesichtern der Getöteten abgerissen und ein Gedenkort in Köln zerstört.

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