Kommentar

Fortschritt mit Fehlern

  • Gregor Haschnik
    vonGregor Haschnik
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Die Neuerungen auf dem Platz an der Wallonisch-Niederländischen Kirche bringen viele Fortschritte. Vernachlässigt wurden aber soziale und ökologische Belange. Ein Kommentar.

Für die Veränderungen auf dem Platz an der Wallonisch-Niederländischen Kirche gilt wie für weite Teile des Stadtumbaus: Nach langem Stillstand wurde Hanau intensiv aktiv, hat sich erneuert und teils deutliche Fortschritte erzielt. Aber soziale und ökologische Belange hat die Stadt teils sträflich vernachlässigt oder sich dafür bei weitem nicht konsequent genug eingesetzt.

Der Kirchplatz wurde klar aufgewertet, so werden die Sitzmöbel oder das Kunstwerk gerade im Sommer viele Leute anziehen und die angrenzende Gastronomie beleben. Autos dominieren nicht mehr. Straßen und Häuser wurden modernisiert oder neu gebaut. Endlich haben Anwohner in dem dicht besiedelten Gebiet einen attraktiveren Treffpunkt.

Doch ganz autofrei wird das Areal nicht. Die verbliebenen Stellplätze sind wegen der Parkhäuser nicht nötig, der durch sie verursachte Verkehr führt zu Lärm und Abgasen. Die Pflasterfläche ist zu groß, die Rasenfläche zu klein, die Zahl der Bäume, die für die mehr als 60 gefällten gepflanzt wurden, zu gering. Und nicht zuletzt mussten viele günstige Wohnungen in der Umgebung teureren neuen weichen.

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