Die Firmen im Kreis sollen sich den Gedenken anschließen. 
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Die Firmen im Kreis sollen sich den Gedenken anschließen. 

Main-Kinzig-Kreis

Flaggen statt Angst im Main-Kinzig-Kreis

  • Jochen Dietz
    vonJochen Dietz
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IHK ruft Unternehmen zur Solidarität nach dem Anschlag von Hanau auf. Sie sollen Fahnen auf Halbmast setzen und gemeinsam mit den Mitarbeitern gedenken.

Die Wirtschaft in Hanau und im Main-Kinzig-Kreis sei über den Anschlag, der auch Mitgliedsunternehmen getroffen habe, erschüttert. Er persönlich auch. Das erklärt Norbert Reichhold, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, in einer Mitteilung.

Die Mitglieder des IHK-Präsidiums seien besorgt, denn die Unternehmen der Region würden Mitarbeiter aus der ganzen Welt beschäftigen. Wenn Angst vor weiteren Anschlägen die Belegschaften lähme, hätten Feinde einer offenen Gesellschaft ein leichtes Spiel, heißte es in der IHK-Mitteilung. „Dazu darf es nicht kommen! Dieser Anschlag trifft nicht nur Hanau“, warnt Reichhold.

Vor diesem Hintergrund ruft der IHK-Präsident alle Unternehmen auf, sich sichtbar für eine freie Gesellschaft in diesem Land einzusetzen. Seinem Aufruf schließen sich die Kreishandwerkerschaften Hanau und Gelnhausen sowie der Gesamtverband der Arbeitgeber Osthessen ausdrücklich an, heißt es in der Mitteilung.

Gemeinsam regen sie an, dass alle Unternehmen ihre Flaggen – häufig handelt es sich um Firmen-Fahnen – demonstrativ für eine Woche auf halbmast setzen.

Unternehmen, die mitmachen, sind eingeladen, in der kommenden Woche Fotos davon oder auch von Gedenkmomenten mit ihren Mitarbeitern an info@hanau.ihk.de zu schicken. Die IHK werde die ihr zur Verfügung gestellten Bilder dann auf ihrer Homepage unter www.hanau.ihk.de und in den sozialen Medien veröffentlichen.

Reichhold hatte sich bereits im vergangenen Sommer deutlich gegen die „immer offener gezeigte Fremdenfeindlichkeit, um nicht zu sagen Menschenfeindlichkeit“ geäußert. Er fordert alle Unternehmen und ihre Mitarbeiter auf, sich jetzt auch angesichts der Gefahr von Nachahmern klar und deutlich zu positionieren: „Ich denke, es ist an der Zeit, dass jeder von uns an seinem Platz deutlich dafür eintritt, wofür er steht – und zwar nicht in Sonntags- oder Neujahrsempfangsreden, sondern im Alltag. Es geht um beides: um unser Land und um unsere freie Gesellschaft.“ 

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