+
Mit solch spielerischen Mitteln werden Kinder für die Gefahren von Feuer sensibilisiert.

Hanau

Feuergefahren in Hanau lehren

  • schließen

Seit 20 Jahren besteht der Arbeitskreis Brandschutzerziehung der Hanauer Feuerwehr. Inzwischen hat die  Idee deutschlandweit Nachahmer gefunden.

Sensibilisierung für die Gefahren von Feuer und Flamme in allen Lebenslagen – und zwar von klein auf: Am Montag war es auf den Tag genau 20 Jahre her, dass ein Arbeitskreis Brandschutzerziehung der Feuerwehr erstmals tagte und beschloss, in ganz Hanau die Brandschutzerziehung zu vereinheitlichen. Es war der 12. August 1999. Daran erinnert die Feuerwehr in einer Mitteilung. Die Feuerwehr Klein-Auheim habe bereits vor rund 40 Jahren den Anfang gemacht, berichtet der Brandschutzerzieher und Hauptansprechpartner Karlheinz Ladwig.

Doch auch vor 20 Jahren sei es Neuland gewesen als es galt, sich einheitliches Lehr- und Anschauungsmaterial auszudenken, zu erstellen und zusammenzutragen, Mitbringsel wie Malbücher, Ansteckbuttons und Zeitschriften zu kreieren. Was vorher noch nie ausprobiert worden sei, habe der Arbeitskreis erdacht und eingeführt, so die Feuerwehr. So wurde zum Beispiel Brandschutzerziehung während der Brüder-Grimm-Festspiele im Amphitheater erfunden. Im Jahr 2004 sei dann der „Gerätewagen Brandschutzerziehung” entwickelt, ausgerüstet und eingeführt worden, der es ermöglichte, alle Materialien direkt zum Schulungsort zu transportieren. Nach Vorbild dieses Prototyps würden jetzt sieben weitere Fahrzeuge beschafft, ausgerüstet und an Feuerwehren in Hessen verteilt, sagt Ladwig.

„Die Kindergartengruppen und Schulklassen besuchen unsere Feuerwache oder wir kommen zu ihnen. Oder beides”, erläutert er. Neben den Kindergartengruppen und Schulklassen folgte dann auch Brandschutzunterricht für Menschen mit Behinderung, um auch sie für die Gefahren durch Feuer zu sensibilisieren. Gerade hier sei die Hanauer Expertise und Erfahrung gefragt.

Ladwig leitet landes- und bundesweit Schulungen und Workshops zu diesem Thema. „Gerade die Brandschutzerziehung für Menschen mit Behinderung ist damals bei weitem nicht selbstverständlich gewesen und hat viele Türen aufgestoßen”, sagt Feuerwehrsprecher Rodney Wimmer.

Kind- und zielgruppengerecht, anschaulich und charmant gingen die Brandschutzerzieher der Hanauer Feuerwehr vor. Und das sei bis zum heutigen Tag so. Mehr als 500 Unterrichtstermine hätten die rund 30 – wohlgemerkt ehrenamtlichen – Brandschutzerzieher allein im vergangenen Jahr absolviert. Meistens würden sie zum Jahres- oder Schuljahresbeginn von Schulen und Kitas angefragt.

Mit all diesen innovativen Ideen und Projekten habe sich die Hanauer Feuerwehr überregional einen Namen in Sachen Brandschutzerziehung gemacht und bundesweit viele Nachahmer gefunden. Ebenso habe sie sich deshalb zu einem gefragten Gastgeber von Foren rund um die Brandschutzerziehung entwickelt.

Alle Infos und Kontakt auf https://feuerwehr-hanau.de/de/brandschutzamt/brandschutzerziehung/

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare