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Robert Schad, geboren 1953 in Ravensburg: Zweiteilige Stahlskulptur. Eine 2,20 Meter große Figur in Biedermeierkleidung stellt Oppenheim dar. Er blickt auf ein elf Meter hohes abstraktes Gebilde aus „tanzenden“ Linien.
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Robert Schad, geboren 1953 in Ravensburg: Zweiteilige Stahlskulptur. Eine 2,20 Meter große Figur in Biedermeierkleidung stellt Oppenheim dar. Er blickt auf ein elf Meter hohes abstraktes Gebilde aus „tanzenden“ Linien.

Hanau Oppenheim-Denkmal Kommentar

Emotional abholen

  • Wiebke Rannenberg
    VonWiebke Rannenberg
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Doch wer so hohe Erwartungen an ein Denkmal stellt, muss die Menschen emotional abholen. Dafür reicht es nicht, die sechs Entwürfe auszustellen und Führungen anzubieten. Bürgerinnen und Bürger wollen nicht nur gucken und zuhören, wenn es um ihre Stadt geht. Ein Kommentar

Doch wer so hohe Erwartungen an ein Denkmal stellt, muss die Menschen emotional abholen. Dafür reicht es nicht, die sechs Entwürfe auszustellen und Führungen anzubieten. Bürgerinnen und Bürger wollen nicht nur gucken und zuhören, wenn es um ihre Stadt geht. Ein Kommentar

Über Kunst lässt sich bekanntermaßen trefflich streiten und diskutieren. Das sollten die Hanauer auch tun. Und zwar alle, die sich dafür interessieren, nicht ausschließlich Fachleute und Politiker. Schließlich soll das Denkmal für den Hanauer Maler Daniel Moritz Oppenheim nicht irgendwo stehen. Es soll den Ort zieren, auf den seit Jahren alle stadtplanerischen Bemühungen hinauslaufen: Vor dem Einkaufzentrum auf dem Freiheitsplatz. Dort soll es nicht nur zur Identität Hanaus beitragen und zu dessen Wahrzeichen werden, wünscht sich Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Es sollen sogar „die Menschen vor dem Denkmal zu sich selbst kommen“, sagte er am Montag im etwas pathetischen Teil seiner Rede.

Doch wer so hohe Erwartungen an ein Denkmal stellt, muss die Menschen emotional abholen. Dafür reicht es nicht, die sechs Entwürfe auszustellen und Führungen anzubieten. Bürgerinnen und Bürger wollen heutzutage nicht nur gucken und zuhören, wenn es um ihre Stadt geht. Sie wollen mitreden. Das verwehrt der Magistrat ihnen aber. Jury und Magistrat tagen sowieso nicht öffentlich, Ausschüsse und Stadtverordnetenversammlungen lassen zwar Zuhörer zu, aber keine Mit-Diskutierer.

Aber was hindert den Oberbürgermeister daran, zu einer Bürgerversammlung einzuladen? Dort könnten er und andere mit den Bürgern über das Für und Wider der Entwürfe und der Finanzierung diskutieren.

Entscheiden werden zum Schluss die Stadtverordneten. Aber bevor sie das tun, hätten sie dann zumindest erfahren, wie die Menschen über das Denkmal denken, die davor „zu sich selbst kommen sollen“.

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