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Jugendliche der Tümpelgarten-Schule gingen gestern für ihre TGS auf die Straße.
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Jugendliche der Tümpelgarten-Schule gingen gestern für ihre TGS auf die Straße.

Hanau Tümpelgarten-Schule

Nur eine Schlacht

  • Detlef Sundermann
    VonDetlef Sundermann
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Schüler, Eltern und Lehrer demonstrieren für den Erhalt der Tümpelgarten-Schule. Die Zweige Haupt- und Realschule sollen gekappt werden. Dabei sei der Bedarf da, denn die Schülerzahlen würden steigen, so der Förderverein der TGS. Bei der Abstimmung im Parlament wollen die Grünen sich enthalten.

Schüler, Eltern und Lehrer demonstrieren für den Erhalt der Tümpelgarten-Schule. Die Zweige Haupt- und Realschule sollen gekappt werden. Dabei sei der Bedarf da, denn die Schülerzahlen würden steigen, so der Förderverein der TGS. Bei der Abstimmung im Parlament wollen die Grünen sich enthalten.

Rund 150 Schüler, Lehrer und Eltern der Tümpelgarten-Schule (TGS) haben gestern Nachmittag auf dem Marktplatz für den vollen Erhalt ihrer Schule protestiert. Nach den künftigen Richtlinien der Stadt für weiterführende Schulen sollen an der TGS die Zweige Haupt- und Realschule gekappt werden.

Bei der Abstimmung über die Richtlinien, die als Grundlage für den künftigen Schulentwicklungsplan dienen, haben am Montag die Stadtverordneten das Wort. Die Grünen wollen allerdings von ihrem Koalitionsrecht Gebrauch machen und sich dem Votum enthalten, sagte Grünen-Chef Kamil Kasalak auf Anfrage der Frankfurter Rundschau. Damit könnte es für eine Mehrheit im Parlament knapp werden.

„Die Schülerzahlen steigen wieder an“, verkündete Volker Dröge vom Förderverein der TGS bei der Kundgebung auf dem Marktplatz. Das Lamboy- und Tümpelgartenviertel wachse stark, untermauerte Dröge. Mit einer Schließung der Sekundarstufe I werde eine intakte unter über viele Jahre bewährte Schulstruktur zerstört. Hierzu zählte er neben viele Projekte und Auszeichnungen der TGS, auch die Modellfunktion bei Schule und Beruf (SchuB).

Mit der Schließung werde auch Hanaus letzte Förderstufe verloren gehen, warnte Dröge. Der pädagogische Erfolg an der TGS werde auch darin deutlich, dass bis zu 80 Prozent der Jugendlichen aus SchuB-Klassen einen Ausbildungsplatz erhalten.

Im Gegensatz zu Bildungsdezernent Axel Weiss-Thiel (SPD) halten die TGS-Befürworter das Aus der Sekundarstufe I nicht mit der künftigen Schülerzahl und Zwängen des Schuldenrettungsschirms begründbar. „Wen oder was rettet dieser Schirm eigentlich?“, fragte Dröge.

Solidarität bekamen die Protestierenden auch von Paulina Brunn vom Stadtschülerbeirat zugesprochen. Robert Schimansky vom Schulelternbeirat der TGS erklärte kämpferisch, wenn im Parlament die Abstimmung gegen die TGS verlaufen werde, habe man nur eine Schlacht, aber nicht den Krieg gewonnen. Er kündigte weitere Aktionen an. „Die Fraktion der Grünen wird sich der Stimme enthalten“ sagte Kasalak. Dies sei dem Koalitionsvertrag zufolge möglich, ohne dass es zu einem Zerwürfnis mit den anderen Partnern von SPD und BfH kommen muss. Zurzeit sei schwer zu prognostizieren, ob die Schülerzahl in den nächsten Jahren wirklich im erforderlichen Maß steigt.

Das von der Schulleitung vor gut zwei Wochen geforderte Moratorium von bis zu drei Jahren sieht Kasalak nicht als goldenen Mittelweg. Man habe gesehen, wie viel Dynamik das Thema in vergangenen Wochen erhalten habe. Eine weitere Entscheidungsfrist würde nur über Jahre zusätzliche Unruhe und Unsicherheit unter Eltern stiften, sagte der Grüne.

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