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Hanau

Deutschland-Takt könnte Hauptbahnhof in Hanau aufwerten

  • Detlef Sundermann
    vonDetlef Sundermann
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Eine Studie sieht gutes Potenzial mit dem Deutschland-Takt. Der Hauptbahnhof in Hanau könnte so zu einem wichtigen Knotenpunkt werden.

In einem Rutsch im ICE von Hanau nach Hamburg oder nach München, das könnte mit dem dritten und vermutlichen finalen Gutachtenentwurf des vom Bundesverkehrsministerium für 2030 geplanten Deutschland-Takts Wirklichkeit werden. Der Hanauer Hauptbahnhof ließe sich dann zu einem wichtigen Schienenknoten im Osten von Frankfurt nutzen, so ein nunmehr vorgestelltes „Potenzialgutachten“, das Industrie- und Handelskammer (IHK) Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern sowie die Stadt Hanau und der Main-Kinzig-Kreis in Auftrag gaben. Der Deutschland-Takt (D-Takt) sieht einen bundesweit abgestimmten Fahrplan für Fern- und Regionalzüge vor, wichtige Fernverbindungen sollen im 30-Minuten-Abstand erreichbar sein.

Mindestens fünf ICE-Linien sollen mit dem D-Takt alle zwei Stunden in Hanau Stopp machen. Gegenwärtig sehen die Fahrgäste am Hanauer Hauptbahnhof mehr ICEs durchrauschen als dort halten, es ist nur die Linie 12 Berlin-Basel und 91 Frankfurt-Wien. Wer mit der Bahn etwa nach München will, muss zunächst etwa mit der S-Bahn nach Frankfurt - im ICE fährt man dann an Hanau wieder vorbei.

Schnell dritten ICE-Halt

Losgelöst vom D-Takt soll Hanau schon bald wieder eine Station auf der Linie Essen-München sein. 2018 wurde Hanau wegen Zeitverlusten an der Baustelle Nantenbach gestrichen, so die IHK auf Nachfrage. Die Baustelle bestehe nicht mehr, es sei nun an der Zeit, den vorherigen Status wieder herzustellen. Am besten zum nächsten Fahrplanwechsel. „Mit dem vorliegenden Gutachten wollen wir die Bahn überzeugen, zu handeln“, sagt IHK-Pressesprecher Achim Knips. In der Studie gibt es keine Passagierprognosen.

Die Expertise zeige jedoch auf, dass der Hanauer Hauptbahnhof das Potenzial zu einem „östlich von der Frankfurter Hauptbahn liegenden Hub“ habe. IHK-Hauptgeschäftsführer Gunther Quidde dazu: „Wichtige Projekte der Deutschen Bahn helfen uns hier im Main-Kinzig-Kreis.“ Laut Quidde sind dies vor allem der Bau der nordmainischen S-Bahn und der Aus- und Neubau der Kinzigtalbahn Hanau-Fulda/Würzburg. Hinzu kommt noch der Umbau des Hanauer Hauptbahnhofs.

Während die „Nordmainische“ ab 2028 fahren soll, geht der Zeitplan für den Ausbau der Kinzigtalbahn über den Beginn des D-Takts in zehn Jahren hinaus. Knackpunkt ist die umstrittene zusätzliche Anbindung von Schlüchtern an die Schienenachse Fulda/Würzburg.

Die Studie von IHK, Stadt und Kreis fordert zudem ICE-Halte am „Rande des Verdichtungsraums“, also in Gelnhausen, das rund 25 Bahn-Minuten östlich von Hanau liegt. Der Bahnhof in Gelnhausen müsste dazu umgebaut werden.

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