Wirtschaft

Bunker wird abgerissen

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Auf rund 20.000 Quadratmetern entsteht im Technologiepark in Hanau ein Gebäude für viele Nutzer, eine sogenannte Multi-User-Immobilie.

Der Abriss des einstigen Atombunkers im Technologiepark Hanau-Wolfgang hat begonnen. Schadstoffe müssen saniert und bis zu zwei Meter dicke Betonwände entsorgt werden. Auf dem Gelände wurden bis Ende der 1980er Jahre Brennelemente für Kernkraftwerke produziert und gelagert.

Die Garbe Industrial Real Estate GmbH aus Hamburg und die Bremer Projektentwicklung GmbH aus Bochum hatten das 35 000 Quadratmeter große Grundstück mit der aus mehreren Gebäuden bestehenden Anlage gekauft, um hier Logistik- und Gewerbeflächen anzusiedeln. Das teilte die Stadt am Mittwoch mit.

Beim Abriss der Bunkeranlagen kommt auch Sprengstoff zum Einsatz. Am Ende bleiben eine Menge Stahl und 90 000 Tonnen Bauschutt übrig, welcher den Angaben zufolge vor Ort recycelt wird.

Entstehen solle dann an gleicher Stelle eine circa 20 000 Quadratmeter große, sogenannte Multi-User-Immobilie, so Bernd Jungholt, Geschäftsführer der Bremer Projektentwicklung. Hinzu kämen Büro- und Sozialflächen.

„Die geplante Multi-User-Immobilie eignet sich für regionale und überregionale Unternehmen aus dem Bereichen Gewerbe, Logistik, Industrie und Produktion“, erläutert Jan Dietrich Hempel, Geschäftsführer der Garbe Industrial Real Estate weiter. Auch biete sie ortsansässigen Unternehmen Erweiterungs- und Wachstumspotenzial. Voraussichtlich im Frühjahr 2020 soll der Neubau fertig sein.

Im Jahr 2008 ging das Bunker-Areal als eine Teilfläche des Gesamtparks auf die 1 & 1 Internet AG über, die dort zunächst ein Rechenzentrum realisieren wollte. Das Unternehmen verwirklichte die Pläne nicht und verkaufte das Gelände weiter. pz

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