Hanau

Bürger in Hanau sollen in Stadtforen mitbestimmen

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Die Stadt bietet neue Beteiligungsformate an. Zum Auftakt wird über den Einzelhandelsstandort debattiert.

In sogenannten Stadtforen und bei Ortsbegehungen sollen die Hanauer bald über die Entwicklung ihrer Stadt diskutieren. Das hat die Verwaltung angekündigt. Während des ersten Stadtforums am Donnerstag, 20. Februar, um 19 Uhr (Kulturforum am Freiheitsplatz) soll es vor allem um Konzepte gehen, die helfen können, den Einkaufsstandort Hanau zu stärken.

Das Parlament hat kürzlich Instrumente auf den Weg gebracht, um Leerstand und Spekulation zu bekämpfen, darunter Vorkaufssatzungen, mit denen die Stadt selbst Immobilien erwerben und über deren Zukunft entscheiden will. „Für die künftige Entwicklung unserer Stadt ist eine attraktive Innenstadt unverzichtbar“, sagt Martin Bieberle, Leiter des Fachbereichs Planen, Bauen und Umwelt der Stadt und Geschäftsführer der Hanau Marketing GmbH.

Die neuen Formate, bei denen sich Bürger mit Kommunalpolitik und anderen beteiligten Akteuren austauschen können, führen den Beteiligungsprozess „Zukunft Hanau“ fort. Das städtische Projektteam „Zukunft Hanau“ soll künftig einmal im Monat über seine Arbeit informieren, stets zu einem bestimmten Thema und mit einer Diskussion oder einem Workshop.

Die Stadt hatte bereits vor fast einem Jahr, Ende März 2019, im Congress-Park Hanau ein „Zukunftswochenende“ veranstaltet. Dabei konnten sich Bürger über aktuelle Projekte informieren, etwa über das neue Viertel „Pioneer Park“ im Stadtteil Wolfgang, Vorträge anhören und Vorschläge für die Entwicklung Hanaus machen.

Nach städtischen Angaben nahmen insgesamt 4500 Menschen an dem Wochenende teil, dessen Kosten auf rund 150 000 Euro beziffert wurden. Die Teilnehmer füllten 3000 Fragebögen, aus denen das Projektteam mittlerweile 80 Thesen und 120 Ideen gefiltert hat.

Eine detaillierte abschließende Auswertung der Umfrage ist bislang nicht präsentiert worden. Zu den wesentlichen vorläufigen Ergebnissen zählen unter anderem die Forderungen nach mehr Grün und Radwegen. Zahlreiche Befragte verlangten zudem mehr Wohnraum. Der geplante Austritt aus dem Main-Kinzig-Kreis wurde überwiegend positiv als Chance bewertet, allerdings wollten die Bürger mehr Informationen zu den Folgen.

Zu den weiteren Themen die in den folgenden Monaten diskutiert werden sollen, gehören die Entwicklung des Gewerbeparks Hauptbahnhof, ein Mobilitätskonzept, Müllvermeidung, der Sportentwicklungsplan und digitales Lernen. 

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