Main-Kinzig

Biker-Strecken sperren

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Behörden wollen Motorradraserei stärker sanktionieren. Gemeinsame Idee von Polizei und Straßenverkehrsamt.

Die Verkehrsbehörde des Main-Kinzig-Kreises erwägt, als letzte, ultimative Sanktion gegen Raserei beliebte, aber unfallträchtige Motorradstrecken im Kreis für Biker zu sperren, um Unfälle mit Toten und Schwerverletzten zu vermeiden.

Zu diesem Ergebnis kamen laut einer gemeinsamen Mitteilung Torsten Krückemeier, stellvertretender Leiter der Polizeidirektion Main-Kinzig, und Michael Bednarski, Leiter der Straßenverkehrsbehörde des Main-Kinzig-Kreises. Im Jahr 2015 gab es drei tödliche Motorradunfälle im Kreis, im vergangenen Jahr waren es sechs. Zudem gab es 66 schwer- und 112 leichtverletzte Motorradfahrerinnen und -fahrer. „Diesem erschreckenden Trend muss entgegengewirkt werden“, so die beiden in der Mitteilung.

Neben bereits durchgeführten Vorbeugungsaktionen wie Informationsveranstaltungen, Verteilung von Flyern, Plakathinweisen an risikoreichen Streckenabschnitten müssten nun auch die Sanktionen verstärkt werden.

Dazu gehörten zunächst eine intensivere und häufigere Kontrolle der Motorräder durch die Polizei vor. Die solle unter anderem durch gezielte und regelmäßige Geschwindigkeitsmessungen erfolgen. Dabei werde auch ein ziviles Motorrad zum Einsatz kommen, das insbesondere Geschwindigkeits- und Abstandsverstöße, risikoreiches und rücksichtsloses Fahren mittels Videokamera aufzeichnen könne. jo

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