Hanau

Betriebe melden Kurzarbeit an

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Die am Dienstag routinemäßig veröffentlichen Arbeitsmarktzahlen sind wegen der Corona-Kries nicht aussagefährig. Sie beziehen sich auf den Stichtag 12. März.

Weil sich die gestern veröffentlichen Arbeitsmarktzahlen für März auf den Stichtag 12. März, bezogen, sind sie laut Mitteilung der für den Main-Kinzig-Kreis zuständigen Agentur für Arbeit Hanau nicht aussagefähig. Sie wären aber „eigentlich ganz gut“ gewesen“, so Agenturleiterin Heike Hengster. Doch das war vor Corona. Deshalb hat die Agentur am Nachmittag halbwegs aktuelle Zahlen nachgeschoben. Demnach hätten im März rund 3300 Betriebe Kurzarbeit angezeigt.

Daraus sei aber nicht ersichtlich, ob und wann die Betriebe tatsächlich Kurzarbeitergeld beantragen und wieviele Menschen davon betroffen sein werden. Auch eine Zuordnung nach Branchen sei derzeit nicht möglich.

Anders als in den Jahren der Finanzkrise 2008/2009 würden sehr viele Unternehmen Kurzarbeit anmelden, darunter vor allem kleine. Deshalb könne es vorkommen, dass Anzeigen erst zu einem späteren Zeitpunkt erfasst werden. Zudem würde Kurzarbeit auf allen möglichen Kanälen angezeigt, weshalb es zu Doppelungen kommen könne, die sich erst später als solche herausstellten.

„Die 3300 Betriebe, die Kurzarbeit angezeigt haben, sind eine Größenordnung, die wir uns vor kurzem nicht einmal vorstellen konnten. Die Anzeigen kommen aus nahezu allen Branchen und betreffen alle Betriebsgrößen. Eine seriöse Aussage zu den tatsächlich betroffenen Unternehmen und Personen lässt sich derzeit nicht treffen“, so Hengster. 

Von Jochen Dietz

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