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Über die verbliebenen Kabelbrücken sind jetzt breite Rampen gelegt, die das Fortkommen erleichtern. 

Hanau

Barrierefrei zum Punsch in Hanau

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Auf dem Weihnachtsmarkt gibt es so gut wie keine Hindernisse mehr für Rollstuhl- und Rollatorfahrer.

Der Weihnachtsmarkt ist nahezu barrierefrei, teilt die Stadtverwaltung mit. Es würden kaum noch Kabelbrücken zur Abdeckung der Strom- und Wasserleitungen zwischen den Ständen herumliegen. Das mache sich besonders für Menschen mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen positiv bemerkbar. Durch ein zentrales Versorgungssystem habe man die Zahl der Kabelbrücken um die Hälfte reduzieren können.

„Für mich ist das ein echter Gewinn und ich freue mich schon darauf, dieses Jahr in die weihnachtliche Atmosphäre einzutauchen“, freut sich Gabriele Möser in der Mitteilung. Sie ist auf einen Elektro-Rollstuhl angewiesen und hatte in der Vergangenheit „keine Lust, zwischen den Hütten alle paar Meter eine Kabelbrücke zu überwinden. Das rüttelte mich jedes Mal ziemlich durch.“ Deshalb kam sie nicht mehr.

Das sei jetzt anders, so die Verwaltung. Alle vier Hauptzugänge seien nun barrierefrei. Über noch notwendige Kabelbrücken seien breite Rampen gelegt.

Welche Kabelbrücken und Rampen für Rollifahrerinnen und – fahrer am besten geeignet sind, habe man sich im Winter 2018 bei einem Ortstermin mit Rita Ebel von „Menschen in Hanau“ erklären lassen. „Diese Expertise ist sehr wertvoll gewesen bei unserem Bemühen, den Hanauer Weihnachtsmarkt 2019 so barrierefrei wie möglich zu gestalten“, erklärt Stadtrat Thomas Morlock (FDP).

Nach der Eröffnung des diesjährigen Weihnachtsmarktes seien „Menschen in Hanau“ wieder gefragt gewesen, um im Praxistest zu überprüfen, ob das Ziel erreicht wurde. Gabriele Möser und ihre Mitstreiterin Marianne Unte testeten bei einem Rundgang mit Jörg Teffner und Andrea Freund von der Verwaltung die Zugänge und Wege. „Alles gut“, habe ihr abschließendes Urteil gelautet. 

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