Main-Kinzig-Kreis

Aufruf zur Pflege im Main-Kinzig-Kreis

  • Fabian Böker
    vonFabian Böker
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Personalausfälle im Pflegebereich sollen kompensiert werden, indem sich Freiwillige melden, die Erfahrung in dieser Branche haben.

Der Main-Kinzig-Kreis bereitet sich auf Personalausfälle im Pflegebereich vor und erneuert vor diesem Hintergrund seinen Aufruf an all jene Personen, die derzeit nicht, nicht mehr oder nur in Teilzeit im Bereich der Pflege arbeiten.

Auf der Homepage des Kreises gibt es das „CoroNetz“. Dort können sich Personen melden, wenn sie ihre Dienste bei dringenden Bedarfsfällen zur Verfügung stellen wollen. „Die Entwicklung ist äußerst dynamisch und schon ein einzelner Fall in einer Pflegeeinrichtung oder einem Altenheim kann dazu führen, dass eine komplette Schicht oder gar mehr Personal aus dem Normalbetrieb herausgenommen werden muss. In solchen Fällen müssen wir flexibler gegensteuern können. Genau aus diesem Grund erneuern wir unseren Aufruf an all jene, die Erfahrungen im Bereich der Pflege gesammelt haben und in Notsituationen in einzelnen Einrichtungen unterstützen können“, erklären Landrat Thorsten Stolz und Sozialdezernentin Susanne Simmler (beide SPD) den gemeinsamen Appell.

Die Datenbank des Kreises ist derzeit schon mit Namen von mehr als 60 Ärztinnen und Ärzten gefüllt. So konnte beispielsweise schon dem Klinikum Hanau kurzfristig über einen personellen Engpass hinweg geholfen werden.

Für den Bereich der Pflege ist die Zahl der Meldungen allerdings noch vergleichsweise gering. „Wer mal als Krankenpflegerin oder Krankenpfleger, Altenpflegerin oder Altenpfleger oder in verwandten Feldern tätig war, derzeit aber nicht in Vollzeit in diesem Beruf tätig ist, darf sich gerne angesprochen fühlen“, so Scholz und Simmler in der Mitteilung.

Angesprochen werden auch explizit Menschen, die Zivildienst oder Bundesfreiwilligendienst im Bereich der Alten- und Krankenpflege absolviert haben. 

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