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Gedenken an die Opfer vor der Shisha-Bar am Heumarkt, einem der Tatorte in der Hanauer Innenstadt.
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Gedenken an die Opfer vor der Shisha-Bar am Heumarkt, einem der Tatorte in der Hanauer Innenstadt.

Hanau

Anschlag in Hanau: Angehörige der Opfer stellen Strafanzeige gegen den Vater des Täters

  • Gregor Haschnik
    vonGregor Haschnik
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Knapp ein Jahr nach dem Anschlag in Hanau stellen Angehörige der Opfer Strafanzeige gegen den Vater des Täters. Sie sehen unter anderem psychische Beihilfe zum Mord.

  • Knapp ein Jahr ist seit dem Anschlag in Hanau vergangen.
  • Angehörige der Opfer haben nun Strafanzeige gegen den Vater des Täters erstattet. Sie fordern in einem Video lückenlose Aufklärung.
  • Dem 73-Jährigen aus Hanau wird unter anderem psychische Beihilfe zum Mord vorgeworfen.

Hanau - Angehörige der Opfer des rassistischen Anschlags von Hanau am 19. Februar 2020 haben Strafanzeige gegen den Vater des Täters erstattet. Sie werfen ihm nach FR-Informationen zumindest psychische Beihilfe vor und stützen sich bei ihrem Verdacht unter anderem darauf, dass Hans-Gerd R. seinen Sohn Tobias dominiert und dessen rassistisches Weltbild gefördert haben soll.

Darüber hinaus verweisen sie darauf, dass der 73-Jährige, der in juristischen Angelegenheiten als Bevollmächtigter seines Sohnes agierte, sich in Vernehmungen widersprüchlich äußerte.

Nach Anschlag in Hanau: Vater des Täters verstrickt sich in Widersprüchen

So gab R. an, am 19. Februar 2020* früh ins Bett gegangen und erst durch das Sprengen der Tür geweckt worden zu sein. Doch eine Zeugin sah, wie er nach der Tat draußen mit einer Taschenlampe ins Auto von Tobias R. geleuchtet habe. Darin lag eine Tatwaffe. Zudem wurde in der Nacht, wie bereits berichtet, auf Hans-Gerd R.s Computer mehrfach die Bekenner-Webseite seines Sohnes aufgerufen.

73-Jähriger forderte nach Anschlag in Hanau, Tatwaffen auszuhändigen

R. hatte alle Vorwürfe gegen ihn und seinen Sohn zurückgewiesen, auch jenen einer Mittäter- oder Mitwisserschaft. Ein weltweit operierender Geheimdienst habe Tobias R. getötet und die weiteren Morde begangen.

Im Dezember vergangenes Jahr wurde bekannt, dass Hans-Gerd R. vor und nach dem Anschlag Anträge und Anzeigen stellte, die ebenfalls von Rassismus und Verschwörungstheorien geprägt sind. Auch forderte er, ihm die Tatwaffen auszuhändigen und die Internetseite seines Sohnes wieder online zu stellen. (Gregor Haschnik)

*Die Fuldauer Zeitung ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzes.

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