Hanau

Aktion gegen K. o.-Tropfen

Das Frauenbüro verteilt in Hanau 250 Teststreifenarmbänder   an Mädchen und Frauen.

Das Frauenbüro der Stadt Hanau will Frauen vor der heimlichen Verabreichung von sogenannten K. o.-Tropfen in Getränken schützen. Es habe 250 Teststreifenarmbänder gekauft, die an Mädchen und Frauen verteilt würden, sagt Frauenbeauftragte Monika Kühn-Bousonville. Die Armbänder sind erst seit kurzem erhältlich. Darin befindet sich ein Teststreifen, der auf eine der geläufigsten Substanzen zur Herstellung von K. o.-Tropfen reagiert, auf Gamma-Hydroxybuttersäure (GBH).

Die Täter nutzen einen unbemerkten Moment, um die geruchs- und geschmacksneutrale Substanz in der Disco oder bei einem Stadtfest in das Getränk zu geben. Menschen, die unter dem Einfluss von GBH stehen, wirken stark betrunken und hilflos, haben große Erinnerungslücken und können bewusstlos werden, so Kühn-Bousonville. Der Wirkstoff lasse sich zudem nach einigen Stunden etwa im Urin nicht mehr nachweisen. Entwickelt wurde das Armband von Kim Eisermann und ihrem Freund Sven Häuser, nachdem eine gemeinsame Freundin der beiden das Opfer von K. o.-Tropfen wurde. Das Xantus-Drinkcheck-Armband könne online über die DM-Drogerie bestellt werden, heißt es.

Information und Hilfe: www.weisser-ring.de/praevention/tipps/k-o-tropfen.

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