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Bei einem Großbrand im Hafen von Hanau sind drei Feuerwehrleute verletzt worden.

"Außergewöhnlicher Einsatz"

Nach Großbrand am Hafen in Hanau: Brandursache steht fest

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Die Feuerwehr löscht einen rund 1200 Grad heißen Brand bei einem Schrotthändler an der Canthalstraße. Die Brandursache steht nun fest.

Update, 25. Juni, 16.05 Uhr: Nach dem Brand auf einem Verwertungsbetrieb in der Canthalstraße in Hanau gehen die Brandursachenermittler der Kriminalpolizei von einer Selbstentzündung aus. Das Feuer brach auf einem Schrotthaufen, der sich auf einer Fläche von 20 Metern Breite, sechs Metern Höhe und zehn Metern Tiefe erstreckte, aus.

Die Schadenshöhe steht bislang nicht fest. Die Spurensuche am Brandort wurde am Montag abgeschlossen und der Betrieb wieder freigegeben.

1200 Grad heiße Glut aus Schrottautos

Update, 24. Juni, 13.18 Uhr: "Es war ein außergewöhnlicher Einsatz", berichtet uns Feuerwehrsprecher Stefan Schönberg auf Nachfrage. Die Einsatzkräfte mussten eine rund 1200 Grad heiße Glut aus Schrottautos löschen. Dazu wurde spezieller Löschschaum eingesetzt. Die drei beim Einsatz verletzten Feuerwehrmänner konnten bereits am Freitagabend weiter bei der Brandbekämpfung mithelfen. Zwischenzeitlich stand am Hanauer Hafen eine Fläche von etwa 40 mal 40 Metern in Flammen. Laut Feuerwehr lagerten dort unter anderem Metallschrott und alte Autos. Rund 180 Einsatzkräfte kämpften etwa zwölf Stunden gegen den Großbrand.

Was den Brand ausgelöst hat, ist bisher unklar. Die Polizei berichtete zunächst von einem möglichen Defekt einer Schrottpresse. Die Kripo ermittelt vor Ort und hat die Nachforschungen übernommen, sagte eine Sprecherin der Polizei am Montag.

Luftbild zum Großeinsatz in Hanau

Update, 23. Juni, 21.21 Uhr: Die Polizei steht nach dem Großbrand am Hafen in Hanau vor einem Rätsel. Auch am Sonntag kann sie noch keine Auskunft darüber geben, was das Feuer bei dem Schrotthändler ausgelöst hat. Die Ermittlungen laufen.  

Update, 22. Juni, 18.13 Uhr: Nach dem Großbrand am Hanauer Hafen kam es in der Umgebung zu Rauch- und Geruchsentwicklungen. Es kann aufgrund der Rauchausbreitung vereinzelt zu leichtem Kratzen im Hals kommen, aber es sind keine gesundheitlichen Folgen zu erwarten, teilte die Feuerwehr Hanau mit. Sie hat im Zuge dessen Messungen in der Umgebung durchgeführt und konnte keine Schadstoffe feststellen.

Nach der Schätzung eines Feuerwehrsprechers entstand ein Schaden von mehr als 200.000 Euro. Wie und warum der Brand ausbrach, war laut Polizei zunächst unklar.

Bild von der Rauchwolke über Hanau.

Großbrand im Hanauer Hafen: Drei Feuerwehrleute verletzt

Update, 22. Juni, 13.16 Uhr: Bei dem Großbrand am Hanauer Hafen sind bei den Löscharbeiten drei Feuerwehrmänner leicht verletzt worden, teilte die Feuerwehr Hanau mit. Das Feuer brach bei einem Schrotthändler an der Canthalstraße aus, die Feuerwehr war die komplette Nacht im Einsatz - zeitweise mit 180 Kräften.

Der Brand war schwer zu löschen und so führte letztendlich der Einsatz eines Baggers zum Erfolg. Mit seiner Hilfe zog die Feuerwehr das Brandgut auseinander, um an alle Brandherde heran kommen zu können.

Großbrand am Hanauer Hafen: Einsatzkräfte löschen 1200 Grad heiße Glut

Großfeuer im Hanauer Hafen: Altstadtfest abgebrochen, Johannisfeuer abgesagt

Update, 22. Juni, 9 Uhr: Entwarnung in Hanau. Der Großbrand im Hafen von Hanau ist gelöscht. Elf Stunden hatten die Löscharbeiten gedauert. "Gegen 5.30 Uhr konnten die letzten Einsatzkräfte den Brandort verlassen", sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Samstagmorgen. 

Das Altstadtfest in Steinheim musste um 22 Uhr geschlossen werden. Festbesucher hatten über Atemwegsreizungen geklagt. Auch das für den Abend geplante Johannisfeuer wurde abgesagt.

Die Feuerwehr in Hanau löscht den Brand am Hafen. Das Feuer brach bei einem Schrotthändler aus.

 

Update, 21. Juni, 22.50 Uhr: Es brennt auf einer Fläche von etwa 30 mal 30 Metern, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am späten Abend. Auf dem Gelände sind zum Beispiel Metallschrott und alte Autos gelagert. Mehr als 100 Feuerwehrleute sind im Einsatz, die Hanauer bekommen auch Unterstützung von Feuerwehren aus den umliegenden Gemeinden.

Außerdem wurden Messfahrten in dem Gebiet gemacht, um zu prüfen, ob schädliche Stoffe in der Luft sind. Spezialisten sind zudem im Einsatz, um zu verhindern, dass Stoffe in den Main fließen. Die Feuerwehr geht davon aus, dass sich der Einsatz noch die ganze Nacht über hinziehen könnte.

Steinheim verzichtet bei Altstadtfest auf Johannisfeuer

Großbrand in Hanau

Update, 21. Juni, 22.32 Uhr: Beim diesjährigen Steinheimer Altstadtfest, das am Freitagabend in Hanau stattfand, wurde übrigens auf das traditionelle Johannisfeuer verzichtet. In der Region ist es das weitaus größte und auch traditionsreichste Feuer zur Sommersonnwende. In diesem Jahr verzichteten die Veranstalter aufgrund des Großbrandes am Hafen darauf.

Update, 21. Juni, 22.07 Uhr: Die Löscharbeiten werden wohl noch einige Stunden andauern. Die Feuerwehren rechnen damit, dass der Einsatz erst in der Nacht zum Samstag abgeschlossen werden kann. Die gute Nachricht: Verletzt wurde bei dem Großbrand anscheinend bisher niemand. Die Höhe des Sachschaden ist noch völlig unklar.

In Hanau wurden die Westerburgstraße sowie Chantalstraße von Einsatzkräften komplett gesperrt. Auch die Steinheimer Brücke ist für Autos, Fußgänger und Radfahrer dicht.

Feuerwehr Hanau gibt Warnung heraus

Update, 21. Juni, 20.16 Uhr: Die Feuerwehr Hanau bittet den Bereich Hafen und Umgebung in Hanau zu meiden. Anwohner sollten zudem ihre Fenster geschlossen halten. Zudem wurde Katwarn ausgelöst. "Es kann zu Geruchsbelästigungen und Sichtbehinderungen kommen", so die Warnung.

Erstmeldung, 21. Juni, 19.22 Uhr: Hanau - In der Canthalstraße in Hanau ist die Feuerwehr aktuell mit einem Großaufgebot im Einsatz. Es brennt seit etwa 18.40 Uhr auf dem Gelände eines Schrotthändlers. Dies bestätigte uns ein Polizeisprecher in Offenbach auf Nachfrage. In der Stadt ist eine riesige Rauchwolke zu sehen.

Bild von der Rauchwolke in Hanau.

Die Einsatzkräfte löschen den Brand im Industriegebiet und führen gleichzeitig Messungen durch. Ob der Rauch Gase von giftigen Chemikalien enthält, ist noch unklar. Nach ersten Erkenntnissen könnte der Brand nach einem Defekt einer Schrottpresse ausgebrochen sein.

dr/ror/chw

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