Ein moderner Neubau entsteht anstelle bisheriger Lagerräume und Toiletten auf dem Gelände der Friedrich-Ebert-Schule in Klein-Auheim. Ansicht: Stadt

Großprojekt

Endlich werden die Grundschulen in Steinheim und Klein-Auheim vergrößert

Lange war unklar, wie der Platzmangel an der Geschwister-Scholl-Schule und an der Friedrich-Ebert-Schule gelöst werden soll - jetzt gibt es in Hanau eine Entscheidung.

Steinheim/Klein-Auheim – Seit Langem klagen die Geschwister-Scholl-Schule in Steinheim und die Klein-Auheimer Friedrich-Ebert-Schule über Raummangel. Beide Gebäude stammen aus der Zeit um 1900 bis 1910.

Zwar gab es Erweiterungen, aber mitunter auch jahrzehntelange Provisorien wie etwa den Pavillon an der Scholl-Schule. Nun bekommen beide Grundschulen die lange ersehnten Erweiterungsbauten.

Gerade im Hinblick auf den Ausbau der Mittagesbetreuung werde eine „groß gefasste Lösung“ realisiert, sagte der Steinheimer SPD-Stadtverordnete Max Bieri, als das Stadtparlament am Montagabend den 2,75 Millionen Euro (Geschwister-Scholl-Schule) bzw. 3,21 Millionen Euro teuren Erweiterungsprojekten einhellig zustimmte. In den Erweiterungsbauten soll vorwiegend die Nachmittagsbetreuung umgesetzt werden, so Schuldezernent Axel Weiss-Thiel (SPD). „Das geht dann nicht mehr ehrenamtlich über Fördervereine, sondern muss hauptamtlich geschehen.“

Nachdem die Stadtverordneten die beiden Millionen-Projekte genehmigt haben, sollen nun rasch die Arbeiten ausgeschrieben werden, damit die Bauarbeiten jeweils in den kommenden Sommerferien beginnen können. Die Arbeiten werden aufgrund der Innerortslage und der relativ kleinen Flächen „anspruchsvoll“, so die Stadtverordnete Anne-Dorothea Stübing (BfH), zumal sie größtenteils bei laufendem Schulbetrieb stattfinden werden. Stübing: „Das wir nicht einfach.“ Zeitweise muss etwa der Eingang bei der Scholl-Schule verlegt werden.

Was ist geplant?

Scholl-Schule

Der zweigeschossige Anbau mit 615 Quadratmetern Nutzfläche entsteht im jetzigen Schulhof. Nach Fertigstellung bekommt die Grundschule mit zwei Parallelklassen je Jahrgang einen neuen Haupteingang aus Richtung Ingelheimstraße. Zum Anbau gehören eine Mensa, Gruppenräume für die Nachmittagsbetreuung, neue Toilettenanlagen und ein Aufzug. Geheizt wird mit einer Pelletanlage.

Durch die Erweiterung können in zwei Gruppen mindestens 50 Kinder nachmittags betreut werden. Seit 2012 hat das ein Förderverein übernommen, dem der Stadtverordnete Holger B. Vogt (FDP) dafür ausdrücklich Lob zollte. Eltern begleiteten die Kinder jeweils zu Mittagessen und Betreuung in den Marstall. Nach Informationen unserer Zeitung soll der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) ab August die Mittags- und Nachmittagsbetreuung übernehmen. Der ASB ist bereits an mehreren anderen Hanauer Schulen tätig.

Während der Bauarbeiten können der Schulpavillon und der jetzige Toiletten-Bau weiter genutzt werden. Nach Fertigstellung des Neubaus werden sie abgerissen. Dort entsteht ein neuer Schulhof. Die Bauarbeiten an der Geschwister-Scholl-Schule sollen 12 bis 15 Monate dauern.

Ebert-Schule

Nach dem Abriss zweier Lagerräume und der Toilettenanlage (während der Bauzeit gibt es eine mobile Toilettenanlage auf dem Schulgelände) entsteht dort ein zweigeschossiger Erweiterungsbau mit 715 Quadratmetern Nutzfläche. In dem Neubau sind unter anderem eine Mensa, Betreuungsräume, ein zusätzliches Klassenzimmer sowie Toiletten und ein Aufzug vorgesehen. Da sich die Friedrich-Ebert-Grundschule von einer dreizügigen (je drei Parallelklassen) zu einer vierzügigen Grundschule entwickelt, soll Platz geschaffen werden für die Betreuung von mindestens 75 Kindern. Der bestehende Betreuungsverein soll nach Auskunft der Stadt auch weiterhin dieses Angebot organisieren.

Die Bauzeit für die Erweiterung wird mit 15 bis 18 Monate angeben.

VON CHRISTIAN SPINDLER

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