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Das Kinocenter am Freiheitsplatz wird 2011 hundert - und schließt wohl im Jubiläumsjahr.
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Das Kinocenter am Freiheitsplatz wird 2011 hundert - und schließt wohl im Jubiläumsjahr.

Pedro-Jung-Schule

Hanau bekommt ein Kinopolis

  • Pamela Dörhöfer
    VonPamela Dörhöfer
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Das alte Kinozentrum am Freiheitsplatz schließt, ein neues Großkino wird am Rande der Innenstadt gebaut. Damit ist die im Wettbewerblichen Dialog erarbeitete Idee eines Multipex-Kinos in der Nordstraße hinfällig.

Die Kinopolis Management Multiplex GmbH aus Darmstadt wird vermutlich bereits im nächsten Jahr ein Kino mit acht Sälen für bis zu 1000 Besucher auf dem Gelände der ehemaligen Pedro-Jung-Schule an der Gärtnerstraße eröffnen. Mit im Boot wird auch Detlev Schlüter sein, Betreiber der Hanauer Lichtspielhäuser „Central“ und „C´est la vie“, wie dieser der Frankfurter Rundschau erklärte.

In welcher Form er am geplanten Multiplex beteiligt wird, stehe noch nicht im Detail fest, sagt Schlüter. Fakt ist indes, dass er seine bisher existierenden Kinos mit insgesamt 850 Sitzen am Freiheitsplatz 1 und 12 schließen wird – und das wohl ausgerechnet 2011, wenn der Betrieb eigentlich 100-jähriges Bestehen feiern würde. Das ist einerseits bitter für Schlüter, dessen Familie die Kinos in dritter Generation betreibt, andererseits für ihn aber noch die beste Lösung, wie er sagt: „Ich muss der Realität ins Auge sehen. Lange Traditionen interessieren heute niemanden mehr. Mit dem, was kommt, kann ich gut leben, so verschwinde ich nicht vollständig mit dem neuen Kino.“

Im Wettbewerblichen Dialog zur Neugestaltung der Innenstadt hatte sich Schlüter zunächst mit dem Investor ECE zusammen getan, um ein neues Kino auf dem Freiheitsplatz zu eröffnen. Nachdem am Ende die HBB das Verfahren gewonnen hatte, bewarben sich zwei potenzielle Kinobetreiber um den Zuschlag. Martin Bieberle, Leiter des Fachbereichs für Stadtentwicklung und Bürgerservice im Rathaus, geht davon aus, dass der Vertrag mit Kinopolis „im Oktober oder November unterschriftsreif sein“ und das Kino 2011 eröffnen wird. Damit bekämen die Hanauer früher als zuletzt gedacht ein modernes Kino. Dass das Multiplex nicht, wie von HBB im Wettbewerblichen Dialog geplant, an der Nordstraße entstehen wird, sondern am Rande der Innenstadt, sieht Bieberle nicht als Nachteil an. Durch den neuen Standort käme es am Freiheitsplatz nicht zu weiterem Lärm und Verkehr, außerdem müssten die Wohnhäuser an der Nordstraße nicht abgerissen werden, wie es der Bau eines Kinos dort zwangsläufig erfordert hätte.

Parkplätze am Steinheimer Tor

Unklar ist laut Bieberle noch, ob das künftige Multiplex nur das Areal der Pedro-Jung-Schule belegen wird (sie hat ihr neues Domizil im Argonner-Park) – oder auch das der bisherigen Hauptfeuerwache, die auf das Gelände der ehemaligen Hutier-Kasene im Lamboy zieht. In jedem Fall aber sollen die Besucher ihre Autos im nahen Parkhaus am Steinheimer Tor abstellen, das derzeit nicht ausgelastet ist: „Das hat den Charme, dass wir keine Fläche für neue Parkplätze verschwenden müssen“, so Bieberle.

Kinopolis gehört zu den größten und ältesten Kinobetreibern in Deutschland. 1905 gegründet, unterhält das Unternehmen 15 Kinos mit insgesamt rund 25.000 Plätzen, die nächsten sind im Main-Taunus-Zentrum bei Sulzbach sowie in Aschaffenburg.

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