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Wird wohl bald leerstehen: Die Robinsonschule in Hanau-Wolfgang.
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Wird wohl bald leerstehen: Die Robinsonschule in Hanau-Wolfgang.

Hanau-Wolfgang

Grundschule soll umziehen

  • Wiebke Rannenberg
    VonWiebke Rannenberg
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Die 77 Grundschüler der Robinsonschule können wohl früher als geplant in die Elisabeth-Schmitz-Schule umsiedeln. Sie haben dort Platz für mehr Klassen - aber auch weitere Wege zur Schule.

Die Robinsonschule im Hanauer Stadtteil Wolfgang wird voraussichtlich schneller umziehen als geplant. Schon nach den Sommer- oder spätestens nach den Herbstferien könnten die derzeit 77 Grundschüler in Räumen der Elisabeth-Schmitz-Schule unterrichtet werden, sagt Schuldezernent Axel Weiss-Thiel (SPD).

Beim Elternbeirat stößt die Nachricht auf positives Echo. Das derzeitige Schulgebäude „ist marode, da geht es nicht mehr“, sagt Vize-Beiratsvorsitzende Hannah Pohl-Ingendahl, die auch im Vorstand des Fördervereins ist. Für Donnerstag hat die Schule zu einem Elternabend eingeladen. Dann wird es auch um die Frage gehen, wie die Kinder die neue Schule, die mehrere hundert Meter und eine Bundesstraßenüberquerung entfernt liegt, erreichen können.

Dass im Förderzentrum Elisabeth-Schmitz-Schule schon bald fünf Räume frei würden, sei erst im Februar deutlich geworden, sagt Weiss-Thiel. Zwar war klar, dass drei Räume freiwerden, die derzeit von der Kita-Wolfgang genutzt werden. Doch es liege auch daran, dass die Grundschule der Förderschule schrumpfe, da immer mehr Grundschulen in der Lage seien, die Inklusion selbst umzusetzen.

Doch auch unabhängig von den aktuellen Raumplanungen in der Elisabeth-Schmitz-Schule hätte in der Robinsonschule etwas passieren müssen, sagt Weiss-Thiel und verweist auf den Entwicklungsplan für die Hanauer Grundschulen von 2013. Denn Hanau-Wolfgang wächst. Vor einigen Jahren kamen die Kinder aus dem Neubaugebiet New-Argonner hinzu, demnächst sollen auf dem ehemaligen Kasernengelände Old-Argonner, wo die Schmitz-Schule liegt, ebenfalls Wohnungen gebaut werden. Und für die benachbarte Pioneer-Kaserne gibt es ebenfalls Wohnbau-Pläne. Deshalb soll die derzeit einzügige Grundschule zweizügig werden. Das ist nach Angaben von Weiss-Thiel im derzeitigen Gebäude nicht möglich.

Anders als bei der Tümpelgartenschule, in der der Haupt- und Realschulzweig sowie die Förderstufe geschlossen werden sollen, geht es in der Robinsonschule also um eine Vergrößerung und nicht eine Verkleinerung der Schule. Außerdem solle die Robinsonschule eigenständig bleiben und nicht mit der Förderschule zusammengelegt werden, betont Weiss-Thiel: Die Schule könne auch „einen eigenen Eingang und ein eigenes Schild haben“. Und auch die Befürchtung mancher Eltern, dass die Grundschulkinder mit den älteren Kindern zusammentreffen, kann er ausräumen: Es solle einen eigenen Schulhof geben.

Somit rechnet Hannah Pohl-Ingendahl vom Elternbeirat auch nicht mit starken Protesten der Eltern. Denn das derzeitige Gebäude sei schlecht isoliert und auch der Schallschutz fehle.

Geklärt werden muss aber noch, wie die Kinder aus dem alten Teil des Stadtteils in ihre neue Schule kommen, denn dazwischen ist die Bundesstraße 8. Hier gebe es zwei mögliche Schulwege, sagt der Dezernent: Direkt über die Kreuzung oder unter der Straße durch eine Unterführung an den Schienen. Dort müsste jedoch ein Weg freigegeben werden, den es früher schon gab, sagt Pohl-Ingendahl. Schon jetzt queren Grundschüler die B8, weil sie in New-Argonner leben. Laut Weiss-Thiel sind des 22 der 77 Mädchen und Jungen.

Pläne gibt es für das Gebäude der Robinsonschule noch nicht. Aber Weiss-Thiel hat eine Idee: Das Familien- und Jugendzentrum aus der Lehrhöfer Straße könnte dorthin ziehen. So hätte der Ortskern von Wolfgang weiterhin einen Anziehungspunkt.

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