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Zweigleisig starten die Studienanfänger in die Zukunft.
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Zweigleisig starten die Studienanfänger in die Zukunft.

Hanau Berufsakademie

Großer Zulauf bei Designern

Die 2012 gegründete Brüder Grimm Berufsakademie verdreifacht die Anzahl ihrer Erstsemester. Die Studienanfänger verbinden eine kunstgewerbliche Ausbildung mit einem Bachelor-Studiengang in Designmanagement oder Produktgestaltung.

Von Anne Lorenc

Einen Bilderbuch-Start hat die erst im Vorjahr gegründete Brüder-Grimm-Berufsakademie (BGBA) hingelegt. Nachdem 2012 neun Einsteiger das Fach Designmanagement belegt hatten, wurden am gestrigen Montag 27 Erstsemester willkommen geheißen. Sie füllen nunmehr zwei Klassen: Zum Designmanagement kam der Studiengang Produktgestaltung hinzu. In sieben Semestern verbinden die Absolventen eine kunstgewerbliche Ausbildung mit einem staatlich anerkannten Bachelor-Studiengang, der für eine solide theoretische Basis und damit erweiterte berufliche Perspektiven in Kreativberufen sorgt. Dieses Angebot ist einmalig in Deutschland.

Kreativwirtschaft braucht gut ausgebildete Köpfe

Die Gründung der BGBA war eine Pioniertat, die jungen Menschen mit einem Drang zu Kreativberufen ein erfolgversprechendes Sprungbrett ins Berufsleben und der Stadt Hanau den Status eines „Hochschulstandorts“ verschafft, wie Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) bei der Begrüßung hervorhob. Entweder in der Zeichenakademie oder in Partner-Unternehmen erlernen die Studierenden den Beruf des Gold- oder Silberschmieds beziehungsweise des Metallbildners. Parallel wird studiert. Diese praxisnahe Ausbildung, prophezeite der OB, schaffe eine hervorragende Grundlage. Die Kreativwirtschaft prosperiere und brauche „gut ausgebildete Köpfe“. Die duale Ausbildung will eine Klammer sein zwischen Ästhetik und Ökonomie. Mehr Chancengleichheit in der Bildung liefere sie außerdem, hob Kaminsky hervor.

Von den 27 Studienanfängern kommen nur vier aus Hanau. Die Mehrheit entstammt der Region und weit darüber hinaus. Sogar ein junger Franzose aus Straßburg hatte von dem Hanauer Modell gehört und sich eingeschrieben. „Junge Kreative mit Potenzial und Ehrgeiz“, lobt die BGAB die Neuankömmlinge. Das haben sie in einem Eignungstest bewiesen. Den Ehrgeiz werden sie brauchen. „Das Studium parallel zur Ausbildung zu absolvieren, ist sehr anspruchsvoll“, attestierte Axel Weiss-Thiel. Der Stadtrat ist als Bildungsdezernent auch Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft, die die BGBA trägt. In ihr ist die Stadt Hanau der Haupt-Geldgeber. Sie trägt 80 Prozent der Kosten, den Rest übernimmt die private Steinbeis School.

Produkte entwickeln und durchsetzen

Mit dem jetzigen Studienbeginn ist die Gründungsphase abgeschlossen. Professor Ulrich Kern, der das Konzept für die Studiengänge erarbeitete, das Vorhaben durch alle Anerkennungsprozesse geleitete und auch den Lehrbetrieb aufbaute, wendet sich seit Juli anderen Aufgaben zu. Als Nachfolgerinnen übernahmen Nicole Simon und Petra Kern die Leitung der Akademie.

Die Designerin und Hochschullehrerin Nicole Simon wird in der Doppelspitze der Akademie-Leitung für die Qualitätssicherung in der Lehre zuständig sein. Dazu gehört, wie sie den Erstsemestern gestern erläuterte, ein ständiger Blick darauf, was sich in der Praxis entwickelt. Vordenken und das kreative Gestalten gehörten zusammen. Die Vernetzung von Theorie und Praxis sei unverzichtbar für zukunftsweisende Produktkonzepte.

Petra Kern übernimmt das überfachliche Management: Die BGBA ist mit ihren Partnern und und ihrem Umfeld weiter zu vernetzen und das innovative Angebot weiterentwickeln. Unternehmenskommunikation, Designmanagement waren ihre Schlagworte. Die angehenden Designer sollen nicht nur in der Lage sein, ästhetische und gebrauchsfähige Produkte zu entwickeln, sie sollen sie in Unternehmen und bei Kunden auch durchsetzen.

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