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Kommentar zum Freiheitsplatz

Gewaltiger Komplex

  • Pamela Dörhöfer
    VonPamela Dörhöfer
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Dass das Karstadt-Areal bebaut wird, ist gut. Doch zeigt sich nun auch die entscheidende Schwäche des Wettbewerblichen Dialogs.

Das ist die gute Nachricht: Das ehemalige Karstadt-Areal bleibt keine Brache, wird kein Schandfleck am Rande eines neu gestalteten Freiheitsplatzes. Zudem kommen beide Flächen in die Hand eines Investors und eines Architektenteams, auch das ist positiv zu bewerten.

Uneingeschränkter Freude stehen dennoch einige offene Fragen entgegen – vordringlich jene, wie es gelingen wird, diese neuen Bauten verträglich in ihr Umfeld einzufügen, schließlich wird es jetzt ein gewaltiger Komplex, der an herausragender Stelle entsteht. Die Qualität der Architektur muss deshalb äußerst hoch sein, wesentlich besser, als die HBB sie am jüngst eröffneten Einkaufszentrum Postcarré realisiert hat.

Bei einem Entwurf, der von vornherein mit beiden Flächen gearbeitet hätte, wären solche Ansprüche vermutlich leichter zu verwirklichen gewesen als bei der jetzt praktizierten Patchwork-Methode. Dass die Zukunft des Karstadt-Warenhauses ungewiss war, als die Stadt 2009 ihre Investorensuche startete und die Entwicklung dieser Immobilie deshalb keine Pflichtaufgabe war, erweist sich so als eine Schwachstelle des Wettbewerblichen Dialogs.

Ein positiver Aspekt der neuen Planung ist sicherlich die Verlegung der Tiefgarage. Die ursprünglich vorgesehenen Ein- und Ausfahrten auf der Ostseite des Freiheitsplatzes hätten dort zwangsläufig zu Verkehrsproblemen geführt. Bei manchen Einzelhändlern indes dürfte sich die Begeisterung über das nun zweiteilige Einkaufszentrum in Grenzen halten und die Sorge überwiegen, dass die Kunden ihre Laufwege verändern. So wird die obere Nürnberger Straße ihre 1-A-Lage wahrscheinlich verlieren, ihr unterer Teil und das City-Center sind gefährdet, in eine Abwärtsspirale zu geraten. Die Verantwortlichen im Rathaus sollten sich bei aller Freude deshalb jetzt bereits Gedanken machen, was die Stadt dazu beitragen kann, eine solche Entwicklung dort aufzuhalten.

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