Gelnhausen

Gelnhausen macht mit beim „Coronarchiv“

  • Gregor Haschnik
    vonGregor Haschnik
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Die Stadt Gelnhausen beteiligt sich am bundesweiten „Coronarchiv“. Bürger können ihre Erfahrungen mit der Krise selbst hochladen.

Gelnhausen beteiligt sich nach eigenen Angaben als fünfte deutsche Stadt mit einer eigenen Seite an der bundesweiten Plattform „Coronarchiv“. Diese wurde von Historikern der Universitäten Hamburg, Bochum und Gießen aufgebaut und soll die Ereignisse aus Sicht der Betroffenen darstellen. Die Gelnhäuser Stadtarchivarin und Projektleiterin Anette Vinnen ruft die Bürger dazu auf, ihre Erlebnisse mit der Pandemie zu sammeln und zu teilen.

Auf der Webseite www.gelnhausen.de/coronarchiv können Interessierte Beiträge hochladen, Texte, Fotos, Videos oder Audiodateien. Sie werden vor der Veröffentlichung geprüft auf rassistische, sexistische, volksverhetzende und andere problematische Inhalte. Bis ein Beitrag freigeschaltet ist, dauert es etwa drei Tage. Objekte und Dokumente zur Corona-Pandemie können nach Vereinbarung im Stadtarchiv abgegeben werden. „Was wir jetzt nicht dokumentieren, wird größtenteils verlorengehen. Emotionen verschwimmen, Erinnerungen schwächen sich ab, kreative, individuelle Notbehelfe weichen industriellen Massenprodukten“, so Vinnen. Als ersten Schritt kann sie sich eine Ausstellung vorstellen, in ein oder zwei Jahren. Neben Gelnhausen gehören Hanau und Darmstadt zu den Städten, die ein Coronarchiv aufbauen.  

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