Gelnhausen

Kreis will zum Umdenken bei Waffenbesitz anregen

  • Jochen Dietz
    vonJochen Dietz
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Der Main-Kinzig-Kreis startet eine Kampagne: „Rückgabe Kleiner Waffenschein“ heißt sie und läuft - mit Belohnung - ein Jahr lang.

Als Reaktion auf die rassistisch motivierten Morde in Hanau vom 19. Februar hatte der Main-Kinzig-Kreistag ein umfangreiches Maßnahmenpaket rund um Schusswaffen beschlossen. Dazu gehört laut Mitteilung der Kreisverwaltung auch die Kampagne „Rückgabe Kleiner Waffenschein“, die am Montag, 2. November, startet und zunächst auf ein Jahr befristet ist.

Damit solle eine gesellschaftliche Diskussion und ein Umdenken angeregt werden, um derartige Taten mit Waffengewalt künftig mit allen Mitteln zu verhindern. Nach jedem Attentat werde viel diskutiert und nach Veränderungen gerufen. Laut erster Beigeordneter Susanne Simmler (SPD) ist es sinnvoll, Menschen anzuregen, über ihren Waffenbesitz grundsätzlich nachzudenken. „Wir wollen ein Zeichen setzen und dazu anregen, die Anzahl der mitgeführten Waffen in der Öffentlichkeit dauerhaft zu verringern und so auch das Sicherheitsgefühl aller Bürgerinnen und Bürger zu stärken.“

Wer ab Montag seinen Kleinen Waffenschein abgibt, erhalte zudem eine Prämie von 50 Euro. Menschen im Kreis, die Schreckschuss-, Reizstoff- oder Signalwaffen mit PTB-Zeichen besitzen, sind nach Rückgabe ihres Kleinen Waffenscheins nicht mehr berechtigt, sie in der Öffentlichkeit mitzuführen. „Wir möchten alle dazu ermuntern, davon Gebrauch zu machen und so ein Zeichen für ein friedliches Miteinander zu setzen“, so die Beigeordnete.

Das Rückgabeformular findet sich auf www.mkk.de/bürgerservice/lebenslagen Fragen per E-Mail an kleinerwaffenschein@mkk.de

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